Häuslebauer sind ungeduldig:

Das neue Wohngebiet braucht endlich einen Straßennamen!

Im neuen Wohnpark hinter der Pasewalker Kürassierkaserne ist bald das erste Haus fertig. Das Problem ist nur: Die Straße hat noch keinen Namen. Die Stadt hat zwar einen Vorschlag, aber begeistern kann der niemanden.

Bauherr Oliver Thiede (rechts) und sein Bauplaner Wilfried Oldenburg: Wir brauchen endlich einen Straßennamen!
Angela Stegemann Bauherr Oliver Thiede (rechts) und sein Bauplaner Wilfried Oldenburg: Wir brauchen endlich einen Straßennamen!

Möchten Sie in der Friedrich-Ludwig-von-Mecklenburg-Straße wohnen? „Das ist mir ganz egal. Hauptsache, die Straße bekommt jetzt bald einen Namen“, sagt Oliver Thiede. Er ist einer der beiden Bauherren, die gerade im neuen Wohnpark hinter der Pasewalker Kürassierkaserne ein neues Haus bauen. „Ich muss den Telefonanschluss anmelden. Da brauche ich doch eine Adresse“, meint er. Der künftige Nachbar ist schon ein Stück weiter mit dem Haus. In seiner Not gab er bisher immer die benachbarte Straße an: Gneisenaustraße. „Das habe ich bisher auch als Arbeitstitel genommen“, sagt Planer Wilfried Oldenburg, der die Baustelle von Oliver Thiede betreut. Von den Männern kommen andere Ideen: Vielleicht könnte die erste Straße ja auch Am Historischen U oder Luisenstraße heißen.

Der Vorschlag „Friedrich-Ludwig-von-Mecklenburg-Straße“ kommt aus dem Rathaus. Damit will man zu Recht einen Mann ehren, der viel tat für Pasewalk. Von Mecklenburg (1821 bis 1884) kam 1844 zum 2. Kürassier-Regiment Königin. Obwohl zwischenzeitlich versetzt, behielt er viele Jahre seinen Wohnsitz in der Stadt. Die Pasewalker verdanken ihm den Bau des neuen Kasinos und den Park. 1865 veranlasste er, dass der Markt mit den doppelten Linden bepflanzt wurde. Er gründete einen Verschönerungsverein, der an der Löcknitzer Chaussee einen kleinen Park anlegte. Dieser existiert noch.

Ziel der Stadt ist es heute, für die Häuser hinter der einstigen Kürassierkaserne Namen auszusuchen, die mit der Kürassiergeschichte in Verbindung stehen.

Doch der Straßennamen-Vorschlag sorgt unter den Stadtvertretern für Diskussionen. „Wann sollen Kinder den Namen denn schreiben können?“, gibt beispielsweise  Jörn Schuster (MfP) zu bedenken. Dann kommt der Name Schulenburg-Straße auf. Aber der hat nur kurze Zeit etwas mit Pasewalk zu tun gehabt, meint Manfred Fischer (Linke). Schließlich einigte man sich darauf, noch einmal darüber zu diskutieren. Vorschlag: Wie wäre es denn nur mit von-Mecklenburg-Straße? 

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