Was von der DDR übrig blieb:

Der Komet-Rasierer funktioniert immer noch

Vor 25 Jahren fiel die Mauer, ein Jahr später gab es die DDR nicht mehr. Doch was ist geblieben von der sozialistischen Zeit – außer Erinnerungen? Was besitzen und benutzen Sie heute noch?

R. Marten Knapp 50 Jahre alt ist der elektrische Rasierapparat, den Richard Wagner aus DDR-Produktion besitzt - und gelegentlich sogar benutzt.

Ein Ost-Produkt für 17.000 Euro. Wer heute bei eBay nach Glashütte-Uhren sucht, findet echte Kostbarkeiten.

Auch Richard Wagner in Strasburg ist stolzer Besitzer einer Glashütte-Uhr "made in GDR". „Leider hat das Uhrenglas bereits einen Riss und das Zifferblatt dunkelte nach. Aber sie funktioniert noch“, sagt der Strasburger. An den Kaufpreis kann er sich indes nicht mehr erinnern. Aber so eine Uhr war in den 50-er Jahren bereits etwas Besonderes. Die Marke Glashütte stand für Qualität – auch zu DDR-Zeiten.

In den vielen Jahrzehnten, die Richard Wagner zusammen mit seiner Ehefrau Ilse in Strasburg lebt, haben sich weitere Gegenstände der längst vergangenen Zeit angesammelt. Richard Wagner deutet auf einen elektrischen Rasierapparat, einen „Komet“, den er seit dem
1. Mai 1965 besitzt. Und das Gerät funktioniert sogar noch. „Den habe ich damals von der ‚Freien Erde‘ bekommen“, erzählt er, zum Kampftag der Arbeiterklasse also. "Freie Erde" hieß der heutige Nordkurier noch vor Jahren.

Von einem Stern-Radio und der Küchenmaschine KM 6 hat sich Wagner bereits getrennt. Beide DDR-Erzeugnisse befinden sich heute im Stadtmuseum von Strasburg als Zeugnisse der Zeitgeschichte. Dort, so meint er, gehören auch die Dinge hin, die von der Zeit überholt wurden.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung