Neues Entsorgungssystem:

Der Kreis hat die Nase voll vom Sperrmüll-Chaos

Dreimal im Jahr wiederholt sich in der Uecker-Randow-Region das Bild: Kaum liegt der ausrangierte Sperrmüll vor der Tür, durchsuchen die Jäger der verborgenen Schätze die Haufen und zerstreuen sie – bis es manchmal brennt. Der Landkreis hat genug von diesem System und startet 2017 neu durch.

Diese Reste blieben nach dem Brand eines Sperrmüllhaufens in der Pasewalker Marktstraße übrig. Das Feuer beschädigte auch die Fassade des Mehrfamilienhauses.
Foto: Rainer Marten Diese Reste blieben nach dem Brand eines Sperrmüllhaufens in der Pasewalker Marktstraße übrig. Das Feuer beschädigte auch die Fassade des Mehrfamilienhauses.

Der Brand der ausrangierten Möbel und Bodenbeläge in der Pasewalker Marktstraße am Montag  hat in der Region erneut die Debatte entfacht, ob das bestehende Entsorgungssystem für Sperrmüll aufrechterhalten werden soll. Die Sperrmülltage in Pasewalk und den Nachbarorten waren und sind Chaos-Tage. Polen, Deutsche, Litauer, sie alle sind Jäger nach verborgenen Schätzen, krempeln die Haufen mehrfach um, bis die Möbelknacker den Müll in die Entsorgungsfahrzeuge pressen. Jetzt hat sogar jemand so einen Berg angesteckt. An einem Mehrfamilienhaus entstand ein Schaden in Höhe von mindestens 50 000 Euro.

„Das bestehende System der Sperrmüllabfuhr in der Uecker-Randow-Region hat uns seit Längerem beschäftigt. Denn die Sicherheit und die Ordnung sind nicht gegeben. Wir haben das System deshalb bereits geändert. Wirksam wird alles aber erst ab 1. Januar 2017, weil wir bestehende Verträge beachten müssen“, teilte der für den Bereich Abfallwirtschaft im Landkreis zuständige Beigeordnete Jörg Hasselmann (CDU) mit. Der Kreistag regelte die Änderungen bereits im November 2013 im damals neuen Abfallwirtschaftskonzept.

Entstehen wird danach ab dem 1. Januar 2017 eine neue Organisationsstruktur, es gibt die Entsorgungsgebiete Nord und Süd. Die unterschiedlichen, noch aus Zeiten der Altkreise bestehenden Entsorgungsverträge wurden gekündigt beziehungsweise enden zum 31. Dezember 2016 ohne Kündigung.

Laut Hasselmann ist die Sperrmüllentsorgung in der Uecker-Randow-Region künftig dann so geregelt, wie in den anderen Regionen: Die drei zentralen Entsorgungstermine für Sperrmüll entfallen. „Fällt in einem Haushalt Sperrmüll an, dann kann der Besitzer die Sachen eigenständig in den Wertstoffhöfen entsorgen.“ Grundlage bilden Sperrmüllmarken oder Sperrmüllkarten.

Wer größere Mengen entsorgen will, vereinbart über die Sperrmüllkarte einen individuellen Abholtermin.

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