Hoffnung für die Pommerschen Wurst- und Fleischwaren?:

Deutschländer will unbedingt weitermachen

Detlef Deutschländer will die Firma Pommersche Wurst- und Fleischwaren aus Pasewalk selber retten. Das ist rechtlich möglich, wenn der vorläufige Insolvenzverwalter damit einverstanden ist. Und was sagt der dazu?

Das ist schon einige Zeit her: In einem Kutter werden die Zutaten für Landblutwurst gemischt. Ob das auch zukünftig in Pasewalk passieren wird, ist derzeit offen.
Jens Koehler Das ist schon einige Zeit her: In einem Kutter werden die Zutaten für Landblutwurst gemischt. Ob das auch zukünftig in Pasewalk passieren wird, ist derzeit offen.

Gibt es Hoffnung für den letzten größeren Produktionsbetrieb in Pasewalk? Firmeninhaber Detlef Deutschländer sagt: ja. Er hat mit Datum vom 28. Mai 2015 Antrag auf Eröffnung einer Unternehmensinsolvenz in Eigenverantwortung gestellt. Sein Vorhaben: Das Unternehmen soll saniert werden. „Für die Familie Deutschländer gibt ein klares Ziel und das heißt: Produktionsstandort Pasewalk erhalten und vorrangig viele Arbeitsplätze sichern.“

Theoretisch ist dieser Schritt möglich, sagte auf Nachfrage Astrid Hacker, Insolvenzrichterin am Amtsgericht Neubrandenburg. „In rund 90 Prozent der Insolvenzfälle wird geprüft, ob der frühere Inhaber das Unternehmen in einer anderen Rechtsform weiterführen und sanieren kann. Das ist für uns auch immer die erste Option.“ Erst dann würde es um Verkauf oder Zerschlagung gehen. Was das Pasewalker Unternehmen betrifft, sei das Verfahren „noch ganz am Anfang“. Alle Festlegungen sind vorläufig.

30 Mitarbeiter bangen um ihre Stelle

Unterdessen werben die Mitarbeiter für die Pasewalker Wurst – unter anderem bei Edeka in Torgelow hatten sie einen Verkaufsstand aufgebaut und dort für ihre Produkte geworben.

Landtagsabgeordnete Beate Schlupp (CDU) hat Wirtschaftsminister Harry Glawe gebeten, nach Hilfsmöglichkeiten zu suchen. „Das hat er mir auch zugesagt, zumal er das Unternehmen vor Jahren als Kern der Lebensmittelindustrie des Landes und als sehr innovativ kennengelernt hat. Mit dem Wirtschaftsausschussvorsitzenden der Stadt, Reinhard Funk, habe ich vereinbart, Gespräche sowohl mit der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Uecker-Region als auch mit Invest in MV, der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes, zu führen“, sagte Beate Schlupp.

Laut Deutschländer sind aktuell 30 Mitarbeiter in der Firma beschäftigt. Der Jahresumsatz liegt bei drei Millionen Euro.

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