Neuer Ort für Gesundheits-Akademie:

Die Arbeitsgruppe, die uns gesünder machen will

Passiert in der Uecker-Randow-Region nicht mehr viel, nachdem es den Großkreis gibt? Das befürchten einige Bewohner. Deshalb haben sie sich jetzt zusammengerauft und eine Akademie gegründet. Die beschäftigt sich mit Gesundheitsthemen. Und wer hat etwas davon?

Nägel mit Köpfen gemacht: Akteure aus vier Bereichen gründeten die „Für Gesundheit-Akademie“.
Angela Stegemann Nägel mit Köpfen gemacht: Akteure aus vier Bereichen gründeten die „Für Gesundheit-Akademie“.

Sieben Jahre lang war der kreisliche Gesundheitsmarkt im Altkreis Uecker-Randow Tradition. Firmen und Vereine stellten sich vor. Es gab praktische Tipps und Angebote zum Mitmachen. Doch als die Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Rita Dornbrack in den Ruhestand ging, setzte sich niemand mehr den Hut auf.

Vor zwei Jahren gab es den letzten Gesundheitsmarkt. Seitdem kochen einige der ehemaligen Akteure ihren eigenen Gesundheits-Brei. Einer veranstaltet Vorlesungen, ein anderer engagiert sich bei Aktionen des Unternehmervereines. „Etwas wieder gemeinsam zu machen, darüber haben wir immer mal wieder geredet“, sagt Asklepios-Geschäftsführer Steffen Vollrath. Und auch AOK-Chefin Katrin Köppen störte, dass jeder sein eigenes Ding machte.

Erstes Thema wird die Volkskrankheit Diabetes

Jetzt setzten sich vier Partner an einen Tisch, die Nägel mit Köpfen machen wollen. Die Asklepios Klinik, die AOK, das Pasewalker Cura-Seniorencentrum und die Neue Apotheke am Markt in Pasewalk gründeten die  „Für Gesundheit-Akademie“. Zunächst soll es viermal jährlich große Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen geben. „Gedacht sind diese für alle Altersgruppen“, sagt AOK-Chefin Köppen. Damit die Leute nicht das Gefühl haben, dass sie ins Krankenhaus gehen, wurde mit dem Cura-Seniorencentrum ein neutraler, zentral gelegener Ort gewählt.

Der erste Termin steht bereits fest. Am Mittwoch, den 10. Dezember, geht es ab 16 Uhr um die Volkskrankheit Typ-2-Diabetes. „Mittlerweile sind fünf Prozent der Bevölkerung davon betroffen“, weiß Apotheker Lutz Splettstößer. Wenn die Krankheit gut eingestellt ist, haben die Betroffenen aber die gleiche Lebenserwartung wie nicht daran Erkrankte. Deshalb soll es auch darum gehen, was man selbst tun kann, um der Krankheit Paroli zu bieten. Ernährung und körperliche Aktivitäten spielen dabei eine Rolle. Den einleitenden Vortrag hält am 10. Dezember Chefarzt
Dr. Joachim Stock von der Asklepios Klinik.