Agrarbetrieb für Spitzenleistung geehrt:

Die Super-Kuh von Brietzig

Die Agrargesellschaft Brietzig hat jetzt eine Heldin. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Kuh heißt nicht nur so. Die Schwarzbunte hat in ihrem Leben schon ganz viel Milch gegeben – mehr als 100 000 Liter. Damit steigen die Brietziger auf in den „Club der Hundertausender“.

Torsten Jahrmann, Mitarbeiter der Agrargesellschaft Brietzig, zeigt die Kuh namens Heldin, die erste 100 000-Liter-Kuh in dem Agrarbetrieb.
Fred Lucius Torsten Jahrmann, Mitarbeiter der Agrargesellschaft Brietzig, zeigt die Kuh namens Heldin, die erste 100 000-Liter-Kuh in dem Agrarbetrieb.

Die „Heldin“ ziert sich. Torsten Jahrmann hat Mühe, die störrische Schwarzbunte vor den Stall zu führen. So viel Hektik, das mag „Heldin“ überhaupt nicht. Ein Foto mit all den Leuten, – die fast Elfjährige hat etwas dagegen. Dennoch bekommt sie die Schärpe kurz um den Hals gelegt. Darauf ist zu lesen:

100 000 Liter. „Heldin“ ist die erste Kuh der Agrargesellschaft Brietzig, die diese imposante Milchleistung in ihrem Leben erreicht hat. Zum Vergleich: Hunderttausend Liter Milch passen in vier Tanklastzüge mit Hänger. „Für uns als Betrieb ist das schon etwas Besonderes“, freut sich Geschäftsführer Steffen Walter. Rund 900 Rinder, davon 300 Milchkühe, werden in dem Betrieb gehalten. Neun Kälber hat „Heldin“ bereits zur Welt gebracht, ein weiteres ist unterwegs. Schon in der ersten Laktationsperiode, dem Zeitraum der Milchgewinnung, hat sie gut 10 000 Liter Milch gegeben, in der dritten waren es dann 14 400 Liter, wie Walter berichtet.

Viele Tiere werden gar nicht so alt

„Die Kuh ist eine Herold-Tochter, ein bekannter Besamungsbulle“, erläutert Hannes Schöpke vom Rinderzuchtverband, der ebenso gratuliert wie Kerstin Straßburg vom Milchkontrollverband Uecker-Randow und Heidrun Walter vom Landeskontrollverband Leistungs- und Qualitätsprüfung. Eigentlich, so Hannes Schöpke, könnten viele Tiere so viel Mich geben. Aber viele erreichten dieses Alter nicht. Neben dem Einsatz von gutem Zuchtmaterial spielen qualitativ hochwertiges Futter und die Haltungsbedingungen und somit das Wohlfühlen der Tiere eine wesentliche Rolle für die Milchleistung. „Die Brietziger wie auch andere Betriebe bei uns zeigen, dass auch in großen Kuh-Beständen die Haltungsbedingungen so sind, dass die Kühe alt werden“, erklärt Heidrun Walter.

In der Uecker-Randow-Region gibt es mit den Brietzigern nun sieben Unternehmen, die eine oder mehrere solcher Super-Kühe im Stall haben oder hatten. Dazu zählen die beiden Landwirtschaftsbetriebe Martin und Olaf Jürgens in Polzow, Winfried Keller in Rossow, das Landgut Durach Strasburg, der Milchhof Neuensund und die Glasower Agrar AG. Vier Unternehmen kommen auf eine durchschnittliche Milchleistung pro Kuh und Jahr von10 000 Litern. „Der Trend geht dahin, dass die Anzahl der Kühe in den Betrieben steigt und auch die Leistung zunimmt“, erläutert Hannes Schöpke. In Brietzig ist derweil die nächste Schwarzbunte auf dem Anmarsch, die stolze Marke zu knacken.

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Kommentare (1)

Ich verstehe nicht, wie man da so stolz sein kann. Solche Leistungen sind doch widernatürlich. Die Kühe können durch den riesigen Euter kaum noch laufen, haben früh Gelenkprobleme, sie müssen immer wieder künstlich besamt werden, die Kälbchen werden ihnen nur wenige Stunden nach der Geburt entrissen, und die Euter sind hochempfindlich für Mastitis, eitriger Ausfluss, der dann in der Milch landet. DIe Milch machts? Mahlzeit! Der Mensch ist das einzige Säugetier, welches der Marketingmasche auf den Leim gegangen ist, die sagt, dass Muttermilch einer anderen Art für uns gut sei... Das was wir Milch nennen, ist Muttermilch, die von der hormonellen Zusammensetzung für Kälbchen bestimmt ist. Warum sollte der Mensch so etwas brauchen?? Ich empfehle das Buch "Milch - besser nicht",