Grenzkriminalität:

Agrardiebe schlagen zu: 80.000 Euro Schaden

Unweit der polnischen Grenze sind bislang unbekannte Täter übers Dach in einen Agrarbetrieb eingebrochen. Sie hatten es auf etwas ganz bestimmtes abgesehen und waren offenbar sehr gut vorbereitet.

Diebe sind über das Dach in einen Agrarbetrieb bei Krackow eingebrochen und haben etwa 2000 Liter Pflanzenschutzmittel geklaut.
Fred Lucius Diebe sind über das Dach in einen Agrarbetrieb bei Krackow eingebrochen und haben etwa 2000 Liter Pflanzenschutzmittel geklaut.

Bisher unbekannte Täter brachen auf das Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebes in Krackow (Vorpommern-Greifswald) ein. Sie verschafften sich dort zwischen Dienstag (16. Mai, 19 Uhr) und Mittwoch (17. Mai, 7.15 Uhr) gewaltsamen Zutritt in eine Lagerhalle. Aus dieser klauten sie etwa 2000 Liter Pflanzenschutzmittel. Der Wert: 80.000 Euro.

Wie rabiat die Diebe vorgingen, beschreibt Standortleiter Andreas Hinz. „Die Diebe haben das Dach aufgebrochen und sind so in die Lagerhalle gelangt. Von innen konnten sie die Türen öffnen“, erklärt er. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nutzten die Diebe einen Traktor vom Hof, um die Beute fortzuschaffen. Etwa 500 Meter vom Agrarbetrieb entfernt ließen sie den Traktor jedoch stehen. Für den weiteren Transport des Diebesgutes haben sie vermutlich ein größeres Fahrzeug verwendet.

Profi-Bande?

Bei den Mitteln handelt es sich um Fungizide, die gegen Blattkrankheiten im Getreide angewendet werden. Die Beklauten sind sich sicher, dass die Einbrecher Profis waren: Sie hätten extra die teuren Mittel ausgesucht und das Gelände offenbar vorher ausspioniert.

Kriminaltechniker sicherten vor Ort Spuren. Die Ermittlungen hat die Kripo Anklam übernommen.

Die Polizei fragt:

Wer hat – auch in der Zeit vor der Tat – verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt?
Wer kann Hinweise zu den Tatverdächtigen geben?

Dieser Artikel wurde am 18. Mai 2017 um 18.05 Uhr aktualisiert.

Zeugen werden gebeten, sich an

- die Einsatzleitstelle Neubrandenburg (0395 / 5582-2224),
- die Internetwache der Landespolizei M-V (www.polizei.mvnet.de) oder
- jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Kommentare (1)

Die Polen werden immer frecher! Kürzlich war ein Duo mit einem gefälschten Schweizer Kennzeichen in der Schweiz auf Diebestour. Auf dem Rückweg erkannte ein Schweizer Polizist, der bei uns Urlaub macht, dass auf dem Nummernschild sowohl das Landes- als auch das Kantonswappen fehlten. Noch von der Autobahn aus informiert er daraufhin die Berliner Polizei, die den Wagen stoppen und die Diebe festnehmen konnte. Nur eine Stunde später wären sie über die Grenze gewesen.