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„Don Cravallo“ kommt mit 1000 Euro davon

Das Verfahren gegen „Don Cravallo“, gegen den wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt wurde, wird eingestellt. Auf seinem Grundstück hatte er Schilder mit menschenverachtenden Inhalten angebracht.

Die Schilder waren in ihrem Hass schockierend. Der 76-jährige Mann aus Mewegen nahm sie nach der Aufforderung der Polizei im vergangenen Jahr ab.
NK-Archiv Die Schilder waren in ihrem Hass schockierend. Der 76-jährige Mann aus Mewegen nahm sie nach der Aufforderung der Polizei im vergangenen Jahr ab.

Die Ermittlungen gegen einen Mann aus Mewegen, der sich selbst „Don Cravallo“ nennt, sind eingestellt. Der Mann muss eine Geldauflage von 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Im August vergangenen Jahres berichtete der Nordkurier erstmals über die schockierenden Schilder, die am Eingangstor seines Anwesens angebracht waren. Die rechtsextreme und antisemitische Botschaft darauf war unmissverständlich. In erschreckender Deutlichkeit wurde gegen „Juden“, „Zigeuner“, „Homosexuelle“ und „Neger“ gehetzt.

Nun also wird das Verfahren gegen Don Cravallo vorläufig eingestellt. „Wegen Zahlung einer Geldauflage von 1000 Euro für eine gemeinnützige Einrichtung“, wie Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler mitteilte. Das Geld muss innerhalb der nächsten vier Monate gezahlt werden, in Raten oder als Gesamtbetrag. Es soll dem Allgemeinen Behindertenverband Pasewalk zugute kommen.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hatte nach den Nordkurier-Berichten im vergangenen Jahr Ermittlungen gegen den 76-Jährigen aufgenommen. Die Schilder hatte der Mann nach Aufforderung der Polizei abgenommen.