Pflegehof konnte nichts mehr tun:

Drei junge Störche verenden am Grasgewöll

Im Storchenpflegehof in Papendorf kamen jetzt die ersten Patienten an. Ein Alt- und vier Jungstörche wurden in das "Krankenhaus" für Vögel gebracht, leider überlebten nur zwei der Tiere.

Nähern sich Personen der Voliere, macht der kleine Jungstorch auf sich aufmerksam und beginnt zu klappern.
Fred Lucius Nähern sich Personen der Voliere, macht der kleine Jungstorch auf sich aufmerksam und beginnt zu klappern.

Ein kleiner Storch ist seit ein paar Tagen Gast auf dem Storchenhof Papendorf - ebenso wie ein Elternteil von ihm. "Die Störche kommen aus Krumbeck bei Woldegk. Ursprünglich waren es vier Jungstörche", sagt der Vorsitzende des Storchenhofes Jens Krüger.

Jedoch starben drei von ihnen an einem altbekannten Problem: Sie hatten ein Grasgewöll im Körper. Wenn Altstörche die Nahrung für die Kleinen schnabelgerecht aufbereiten, kann sich Gras mit dem Futter verkleben. Die Tiere können das Gemisch nicht ausscheiden, sie verenden daran.

Storchenkämpfe oder Stromschlag?

Einwohner des Ortes hätten von Storchenkämpfen als Ursache für die Verletzung des Altstorches berichtet. Der Vereinsvorsitzenden geht von einem anderen Grund aus. "Der Storch war gelähmt, ich vermute, wegen eines Stromschlages", sagt der Papendorfer. Allmählich würde sich der Altstorch erholen.

Neben den beiden Störchen ist derzeit auch eine junge Waldohreule Gast auf dem Storchenhof. Sie wurde in Strasburg gefunden. Das Jungtier wird nun aufgepäppelt und später ausgewildert.