Zugriff auf der A 11:

Drogen-Geisterfahrer flieht vor der Polizei

So wie ein 25-Jähriger Pole am Donnerstag über die A11 fuhr, lieferte er gleich mehrere Gründe, um ihm sofort den Führerschein zu entziehen. Der Haken: Er hatte gar keinen. Genauso wenig gehörte ihm der Wagen, mit dem er unterwegs war. 

Endlich haben sie ihn gefasst. Der Fahrer hatte sich zuvor mehreren Kontrollen entzogen und fuhr sogar in der falschen Richtung auf der Autobahn 11 Richtung Berlin.
Manina Puck Endlich haben sie ihn gefasst. Der Fahrer hatte sich zuvor mehreren Kontrollen entzogen und fuhr sogar in der falschen Richtung auf der Autobahn 11 Richtung Berlin.

Gegen einen 25-jährigen Polen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei, der Beleidigung, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Sachbeschädigung sowie des Führens eines Kfz unter Einfluss berauschender Mittel eröffnet.

Der Mann war am Donnerstagmorgen auf der A 11 mit einem Renault-Transporter in Richtung Polen unterwegs, als er kurz nach 7 Uhr von der Bundespolizei angehalten wurde. Er kam der Aufforderung der Einsatzkräfte zum Anhalten zunächst nach, um kurz vor der Kontrollposition zu beschleunigen. Er floh Richtung Polen.

Laut Manina Puck, Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Pasewalk, sperrten die Einsatzkräfte indes 250 Meter weiter die Fahrspur, um den Transporter zu stoppen. Doch auch diese Absperrung umfuhr der Mann, um kurz danach sogar noch eine weitere Sperre zu durchbrechen.

Den Einsatzkräften zeigte er sogar noch den Mittelfinger, um dann die Fahrt auf der A 11 in Richtung Berlin als Falschfahrer fortzusetzen. Der Polizeisprecherin zufolge waren die anderen  Verkehrsteilnehmer zu Vollbremsungen und zum Ausweichen gezwungen, um nicht mit dem Transporter zu kollidieren. Zum Glück gab es weder Personen- noch Sachschäden.

An der Abfahrt Penkun sperrten die Bundespolizisten die Autobahn. Dort hielt der Fahrer den Transporter an und ließ sich ohne Widerstand festnehmen. Der 25-jährige polnische Staatsangehörige stand zu diesem Zeitpunkt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln (Amphetamin).

Er war auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der Renault Master war in der Nacht zuvor in Eberswalde gestohlen worden. Der Halter hatte den Diebstahl noch nicht bemerkt. Das Fahrzeug im Wert von circa 15.000 Euro stellten die Beamten der Bundespolizei sicher.

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