Siegfried Kriedemann ist der Trainer der Rollwitzer Fußballerinnen:

Er hält die Frauenpower unter Kontrolle

Die Rollwitzer Fußballerinnen haben mehr Zulauf als so mancher Männerverein. Ihren Erfolg haben sie auch Siegfried Kriedemann zu verdanken. Der Trainer setzt auf ganz eigene Methoden.

Siegfried Kriedemann trainiert die Rollwitzer Fußballgruppe "Frauenpower". Der umtriebige Pensionär wünscht sich, dass seine Schützlinge während des Turniers am Sonnabend mindestens das Halbfinale erreichen.
Sebastian Kühl Siegfried Kriedemann trainiert die Rollwitzer Fußballgruppe "Frauenpower". Der umtriebige Pensionär wünscht sich, dass seine Schützlinge während des Turniers am Sonnabend mindestens das Halbfinale erreichen.

Es war eine Schnapsidee. Während ihre Männer auf Herrentagstour gingen, gründeten vor sechs Jahren ein paar Rollwitzer Frauen ihre eigene Fußballmannschaft. Aus der spontanen Idee ist in Rollwitz unter dem Namen „Frauenpower“ eine feste Größe geworden.

Großen Anteil an der Erfolgsgeschichte hat Siegfried Kriedemann. Fast von Anfang an ist er als Trainer dabei. „Ich hatte vorher nie daran gedacht, mich im Frauenfußball zu engagieren“, gibt Kriedemann zu. Früher war er selbst als Spieler aktiv, wirkte  beim Pasewalker Fußballverein als Übungs- und Nachwuchsleiter.Als seine Tochter, die bei den Powerfrauen dabei war, ihn fragte, ober den Trainerposten übernehmen wolle, hat er sofort zugesagt, erinnert sich der ehemalige Polizist. 

Bei der Rollwitzer Frauenpower geht es um den Sport, den Zusammenhalt, die Fitness. Der Wettkampf kommt erst weit hinten in der Rangfolge. Inzwischen erfreuen sich die Rollwitzer Fußballerinnen eines regen Zulaufs. 22 Aktive sind dabei. Beim Training laufen regelmäßig zwischen zehn und zwölf Spielerinnen auf. Von solchen Zahlen können die meisten Männermannschaften in der Region nur träumen“, meint der Trainer.

Am Sonnabend wird sich zeigen, ob sich das Training ausgezahlt hat. Die Rollwitzer laden zum Dorffest mit Frauenfußballturnier ein. Neun Frauenmannschaften messen ihre Kräfte. „Favorit ist der SV Viereck“, prognostiziert Kriedemann. „Wir treten mit zwei Mannschaften an, weil wir so viele Sportlerinnen sind. Klares Ziel für das Turnier ist es, wenigstens eine unserer Mannschaften ins Halbfinale zu bringen.“

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