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Es war ein schlimmes Jahr für viele Landwirte

Das Jahr nähert sich dem Ende. War es ein gutes oder ein schlechtes? Für die Landwirte in der Region kann es nur besser werden. Das zumindest meint Petra Döhler, Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Uecker-Randow.

Gerade mit Milchkühen haben die Landwirte viele Probleme.
Stefan Sauer Gerade mit Milchkühen haben die Landwirte viele Probleme.

Die Chefin des Kreisbauernverbands Uecker-Randow, Petra Döhler, hat die Lage in der Milchviehwirtschaft für viele Landwirde in der Region als "existenzgefährdend" bezeichnet. Wegen des Russland-Embargos und den ohnehin katastrophalen Preisen ständen viele Landwirte vor der Frage, ob sich ihre Milchviehbetriebe noch lohnten, sagte Döhler dem Nordkurier. Die Milchquote für Landwirte war Ende März abgeschafft worden. Im Laufe des Jahres war der Preis für Rohmilch daraufhin stark abgefallen.

Auch in der Region seien bereits Betriebe aus der Produktion ausgestiegen, sagte Döhler. Nur wegen des Rückgriffs auf Fördermittel und Kredite seien es nicht noch mehr. Immerhin seien allerdings die Erträge im Ackerbau gut und teilweise sogar sehr gut gewesen. Die Situation bei den Schweineproduzenten sei hingegen "ein Drama", die Preise seien ebenfalls im Keller. Sie könne sich nicht erinnern, dass die Situation für die Schweinehalter jemals so schlimm gewesen sei, sagte Döhler.

Vernichtendes Fazit

Ihr Fazit für das Jahr 2015 fällt daher vernichtend aus: "Aus meiner Sicht war es ein schlimmes und existenzbedrohendes Jahr für viele Landwirte in der Region. Verschärfend für die Uecker-Randow-Region kommt hinzu, dass es bestimmte Förderungen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt gibt. Das betrifft beispielsweise die Förderung für benachteiligte Gebiete. Zu diesen zählen viele Flächen bei uns."

Sie hoffe, dass das kommende Jahr besser werden, so Döhler. Die Landwirte würden jedoch durch die Auswirkungen der Dünge-Verordnung und der Wasser-Rahmen-Richtlinie absehbar auch 2016 stark belastet geben.

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