Zwei seltene Arten entdeckt:

Extrembotaniker Jürgen Feder in Pasewalk

Extremes Wissen über Pflanzen, extrem unterhaltsam: Extrembotaniker Jürgen Feder erfreute die Pasewalker mit einer extrem kurzweiligen Lehrstunde zur Pflanzenkunde. Und zwei seltene Arten hat er in Pasewalk auch noch entdeckt.

Der Extrem-Botaniker Jürgen Feder war am Wochenende in Pasewalk und sorgte für eine volle "U"-Galerie am sonnigen Nachmittag.
Gabriele Heyden Der Extrem-Botaniker Jürgen Feder war am Wochenende in Pasewalk und sorgte für eine volle "U"-Galerie am sonnigen Nachmittag.

Mit Blick auf die vielen Wartenden im Saal schüttelte Jürgen Feder den Kopf und murmelte: "So viele Leute bei dem schönen Wetter!" Die Worte sprudelten ihm nur so aus dem Mund, und an Witz fehlte es auch nicht. Der Mann ist in der Tat extrem. Extrem leidenschaftlich, extrem kämpferisch, extrem direkt und extrem unkonventionell, wenn es um seine Pflanzen geht. Extremen Wege führen mitunter halt zu extremer Aufmerksamkeit und damit zu extremem Erfolg bei der Erhaltung von ganz unscheinbaren Pflänzlein.

Sogleich hielt er ein mitgebrachtes Blatt in die Höhe, um abzufragen, welcher Pflanze es wohl gehören könnte. "Huflattich", rief ein Mutiger. Worauf dem Extrembotaniker ein Stöhnen entrann: "Gut, dass ich hergekommen bin." Es gehöre der Filzigen Pestwurz, die nur an der Ostsee und der Niederelbe vorkomme.

Bei seinem Rundgang durch die Stadt habe er zwei äußerst seltene Pflanzen gefunden: An der Mauer beim Prenzlauer Tor entdeckte er den Braunstieligen Streifenfarn, in Mecklenburg-Vorpommern vom Aussterben bedroht, und die stark gefährdete Mauerraute, die es übrigens auch an der Nordseite der Marienkirche gebe. "Da steht jetzt ein Gerüst. Hat jemand Beziehungen zur Kirche? Dann sagen Sie denen, die sollen ein paar Fugen nicht ganz verputzen. So etwas brauchen diese Pflänzchen", appellierte der Extrembotaniker an seine Gäste.

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