Wirtschaft:

Flugzeughersteller Remos fusioniert mit Stemme

Das kommt überraschend: Zwar sind die Flugzeugbauer Stemme aus Strausberg und Remos aus Pasewalk seit Jahren Partner, aber nun schließen sie sich zusammen. Was bedeutet das für den Standort in Pasewalk?

Nach einem Jahr Erprobung darf der neueste Flieger von Remos aus Pasewalk, die GXiS, jetzt auch staatlich genehmigt in die Luft gehen.
Patrick Holland-Moritz Nach einem Jahr Erprobung darf der neueste Flieger von Remos aus Pasewalk, die GXiS, jetzt auch staatlich genehmigt in die Luft gehen.

Seit 2014 fertigen die Mitarbeiter der Remos AG in Pasewalk-Franzfelde Faserverbundteile für den Strausberger Flugzeughersteller Stemme AG. Jetzt fusionieren beide Unternehmen. Die neue Unternehmensorganisation wird unter dem Namen Stemme AG tätig sein. Beide Gesellschaften werden aber weiterhin ihre bestehenden Produkte unter den bekannten Markennamen herstellen und vermarkten.

Die Fertigungsstätten in Pasewalk und Strausberg bleiben erhalten. Es sei aber beabsichtigt, die Produktionskapazitäten im Remos-Werk in Pasewalk zu erhöhen, um der wachsenden Nachfrage insbesondere für Stemme-Flugzeuge gerecht werden zu können.

Die Stemme AG wurde 1984 gegründet. Seitdem hat das Unternehmen rund 250 Flugzeuge weltweit verkauft (Motorsegler für Privatkunden und Nutzflugzeuge für professionelle Kunden). Nach der Insolvenz von Remos im Oktober 2014 hatte der Unternehmer Andreas Heeschen die Pasewalker Firma übernommen. Heeschen ist Mehrheitsgesellschafter des Waffenherstellers Heckler & Koch.

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