Polizei trennt Teilnehmer von Kundgebungen:

Friedensfest kontra Anti-Asyl-Demo

„Wir sind das Volk“ auf der einen, „Nazis raus“ auf der anderen Seite – so hallte es am Sonntagabend auf dem Pasewalker Marktplatz bei zwei Kundgebungen.

Lieder, Gedichte und Tanz gab es beim Friedensfest auf dem Pasewalker Markt. Auch Windkünstler, die derzeit in Bröllin sind, beteiligten sich daran.
Fred Lucius Lieder, Gedichte und Tanz gab es beim Friedensfest auf dem Pasewalker Markt. Auch Windkünstler, die derzeit in Bröllin sind, beteiligten sich daran.

Rund 300 Personen haben am Sonntagabend gegen die Asylpolitik der Bundesrepublik demonstriert. Während eines Umzuges durch die Stadt, der am Rathaus gegen 19 Uhr begann, und einer Kundgebung auf dem Marktplatz forderten Teilnehmer auf Transparenten ein „Ende des Asylbetruges“ und einen „Stopp der Asylflut“. „Merkel muss weg“ und „Wir sind das Volk“ riefen die Teilnehmer. Unter den Demonstranten waren NPD-Mitglieder wie der Landtagsabgeordnete Michael Andrejewski.

Zur gleichen Zeit fand auf dem Marktplatz ein Friedensfest statt, zu dem das Aktionsbündnis „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!“ eingeladen hatte. Gekommen zu dem Fest waren unter anderem Schüler des Pasewalker Gymnasiums, Künstler, die derzeit in Bröllin gastieren, sowie Flüchtlinge wie Abulh Kayali aus Syrien. „Wer sich gegen Flüchtlinge stellt, stellt sich gegen die zivilisierte Welt“, meinte Pasewalks Pfarrer Johannes Grashof. „Nazis raus“ skandierten die Teilnehmer des Friedensfestes. Die Polizei trennte mit zahlreichen Beamten beide Gruppierungen und begleitete den Umzug der Asyl-Kritiker. Bis gegen 21 Uhr gab es keine Zwischenfälle.

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