Bundesstraße 104:

Fünf Verletzte bei Massencrash

Es ging ihm nicht schnell genug: Ein 51-jähriger Opel-Fahrer überholt auf der 104 bei Rossow, ohne auf den Gegenverkehr zu achten. Er verwickelt zwei weitere Autos in einen Massencrash. Fünf Menschen werden verletzt, eine Frau davon schwer.

Der Fahrer des roten Opels verursachte den folgenschweren Unfall.
Enrico Harms Der Fahrer des roten Opels verursachte den folgenschweren Unfall.

Ein Bild des Schreckens bot sich den Helfern, als sie am Sonnabend zur Unfallstelle zwischen Rossow und Löcknitz auf der B 104 eilten: Drei fürchterlich zugerichtete Autos, überall verstreut lagen Blechteile, Glassplitter, abgeplatzter Lack. Die Retter wussten: Hier muss schnellstens gehandelt werden.

Was war passiert? Die Beamten rekonstruieren das Geschehen so: Ein Opel fährt gegen 12.35 Uhr aus Richtung Löcknitz nach Pasewalk. Der Fahrer hat es eilig, denn schon am Ortsausgang von Rossow setzt er zum Überholen an. Offenbar, ohne geschaut zu haben. Denn der 51-Jährige Opel-Fahrer übersieht den Honda, der ihm aus Richtung Löcknitz entgegen kommt. Beide Autos rasen frontal aufeinander. Durch die Wucht des Aufpralls wird der Honda auf den angrenzenden Acker geschleudert. Dabei wird die 52-Jährige Honda-Fahrerin schwer verletzt. Dann kracht der Unfallfahrer mit einem weiteren Auto, einem Renault, zusammen, das ihm ebenfalls entgegen kommt.

Die Kameraden der Feuerwehr Löcknitz setzten schweres Rettungsgerät ein und befreiten die 52-jährige Honda-Fahrerin aus ihrem Auto-Wrack. Unterstützt wurden sie dabei von der Rossower Feuerwehr.

Tragische Bilanz des unüberlegten Überholmanövers: fünf verletzte Menschen. Der Renault-Fahrer (39) sowie die Insassen des Opels – Fahrer (51), Beifahrerin (45) und ein 12-jähriges Mädchen – wurden verletzt ins Pasewalker Krankenhaus eingeliefert und stationär behandelt. Ein Abschleppunternehmen entfernte die Wracks von der Unfallstelle. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe von rund 20 000 Euro aus. Für die Zeit der Unfallaufnahme durch die Beamten der Landespolizei musste die Bundesstraße für gut zwei Stunden voll gesperrt werden. Eine Umleitung für Pkw wurde eingerichtet. Allerdings konnten die Brummi-Fahrer den Bereich nicht umfahren und standen im Stau.

Für die Feuerwehr Löcknitz war dies der 41. Einsatz in diesem Jahr.

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