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Fünfjährige stirbt nach Kollaps auf Kita-Gelände

Ein tragischer Todesfall bewegt Pasewalk: Auf dem Gelände der Asklepios-Betriebskita kollabierte ein Kind. Trotz der nahen Klinik konnte es nicht gerettet werden.

Die Klinik zeigte sich bestürzt von dem Todesfall auf ihrem Gelände.
NK-Archiv Die Klinik zeigte sich bestürzt von dem Todesfall auf ihrem Gelände.

Ein fünfjähriges Mädchen ist gestorben, nachdem es auf dem Gelände der Betriebskita kollabiert ist, die zur Pasewalker Asklepios-Klinik gehört. Wie jetzt bestätigt wurde, ereignete sich der tragische Fall bereits in der vergangenen Woche. Eines Abends gegen 20 Uhr entdeckte eine Mutter ihr Kind demnach bewusstlos auf dem Spielplatz der Kita. Die junge Frau begann sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Klinikmitarbeiter wurden über den Vorfall informiert, darunter ein Kinderarzt und das Reanimationsteam. Sie begaben sich sofort zum Ort und führten die Reanimation fort.

„Der zuständige Notarzt wurde ebenfalls informiert und war in kürzester Zeit vor Ort. Schnellstmöglich wurde das Kind in die Notaufnahme der Klinik gebracht. Aufgrund der Schwere des Falls wurde das Kind in die Universitätsklinik verlegt“, teilte auf Nachfrage eine Sprecherin der Asklepios-Klinik mit. Dort ist das Kind allerdings verstorben. „Wir können klar verneinen, dass es zu Verzögerungen der Behandlung kam. Die Ärzte und Pfleger waren sofort am Unfallort“, sagte sie und reagierte damit auf Gerüchte, wonach die Rettungskräfte zu spät am Einsatzort gewesen seien. Die Klinik selbst sei von dem tragischen Vorfall auf ihrem Gelände sehr betroffen.

Die Polizei ist in den Fall nicht eingebunden. Das sei immer dann so, wenn der behandelnde Arzt unzweifelhaft von einer natürlichen Todesursache ausgeht, teilte auf Nachfrage der Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, Axel Falkenberg, mit.

 

In eigener Sache

Schon mehrere Tage geisterten immer neue Mutmaßungen und dann auch Behauptungen durch die Region. Das Kind, das vergangene Woche in Pasewalk auf dem Gelände der Asklepios-Klinik in der dortigen Kita kollabierte und dann starb, könnte noch leben, wenn die Rettungsleitstelle richtig gehandelt oder wenn das Klinikum schneller reagiert hätte. Schwere Vorwürfe, denen der Nordkurier natürlich nachging. Die Stellungnahmen der angegriffenen Einrichtungen waren eindeutig, wir veröffentlichten deren Kerninhalt, wonach sehr wohl schnell und richtig gehandelt wurde, um konkrete Informationen gegen die Gerüchte zu stellen. Leider ist bei der Endkorrektur dann ein Fehler gemacht worden, an einer Stelle im Text ist plötzlich von einem verstorbenen Jungen die Rede, obwohl die Redaktion eigentlich so neutral wie möglich nur über den Fall eines verstorbenen Kindes berichten wollte. Diesen Fehler bedauern wir.