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Funkmast: Auch andere Orte sind nun im Gespräch

VonRainer MartenPlötzlich liegen mindestens sechs mögliche Standorte für einen Funkmast in der Region Blankensee auf dem Tisch. Zur Diskussion stellen sie ...

Matthias Roch ist einer der Wortführer in der Angelegenheit Funkmast Freienstein. Er überraschte die Gemeindevertreter in Blankensee mit seiner detaillierten Vorbereitung – und mit Standortvorschlägen, wo der Funkmast noch stehen könnte.

VonRainer Marten

Plötzlich liegen mindestens sechs mögliche Standorte für einen Funkmast in der Region Blankensee auf dem Tisch. Zur Diskussion stellen sie vor allem die Bürger aus Freienstein. Sie sind für eine bessere Funkverbindungen, aber gegen einen strahlenden Mast in der Nähe von Wohnbauten.

Blankensee.Sieben Tage nach dem außerordentlich gut besuchten Stammtisch der Pasewalker Zeitung in Blankensee erlebten die Gemeindevertreter eine außerordentlich gut besuchte Gemeindevertretertagung. Denn am Stammtisch waren die Bürger motiviert worden, rege am Gemeindeleben teilzuhaben. Nun saßen – zur Überraschung der Gemeindevertreter – zusammen über 20 Personen am Tisch.
Der eigentlich wichtigste Beschluss eines Jahres sollte diskutiert werden, der Gemeindehaushalt. Offenbar noch stärker interessierte indes die Petition der Freiensteiner gegen einen Funkmast in ihrer Ortslage und die laut Tagesordnung angekündigte Diskussion über die Petition. Die Bürgerfragestunde und die Informationen des Bürgermeisters gingen faktisch ineinander über.
Noch immer sei keine Entscheidung über ein Grundstück und damit zum Standort des Funkmastes getroffen worden, sagte Bürgermeister Alfons Heimer. Wo jemand wohne, da komme der Turm nicht hin, umriss Heimer erneut seine Auffassung. Allerdings hätten auch die Bürger der Region einen Anspruch darauf, die modernen Kommunikationsmittel zu nutzen.
Dass noch „nichts festgemauert“ sei, begrüßte Matthias Roch, der in Freienstein Haus, Hof und Garten besitzt. Roch, der sich offenbar sehr intensiv mit der Standortwahl beschäftigt hat, plädierte in der Sitzung dafür, eine ganze Reihe von Standortvorschlägen zu diskutieren und nicht von Anbeginn einen Platz zu favorisieren. Berücksichtigt werden müssten auch die Interessen der Nachbarorte. Heimer sah hier Fragen der vor Jahren bestätigten Regionalplanung berührt. Festgeschrieben sei festgeschrieben. Roch wiederum: Die Regionalplanung sei über ein Jahrzehnt alt, die Gemeinde Pampow existiere nicht mehr, entstanden aber sei ein Naturpark und ein Tourismusraum. Alles Belange, die nicht Bestandteil der alten Regionalplanung seien, aber die Möglichkeit eröffneten, neu zu diskutieren. Am Ende gehe es nur um einen Standort, der auch aus der Sicht des Anbieters technisch geeignet ist. Heimer schlug als Standort einen Platz am Aussichtsturm vor. Roch wiederum übergab den Gemeindevertretern Standortvorschläge bei Pampow, Blankensee, Rothenklempenow.