Papendorfer Storchenpflegehof:

Hallo Störche, wir warten hier schon!

Was macht der Storchenhof in Papendorf eigentlich im Winter? Nur warten? Nein: Hier gibt es vor der Ankunft der Adebare allerhand zu tun. Vor allem neue Nestunterlagen werden bis zur Ankunft der Störche gebaut. Aber auch zwei Schwäne bekommen ein schickes Haus.

Das Material für die nächsten Horstunterlagen liegt schon bereit. Bis die Störche kommen, sollen  noch einige Nester erneuert oder ausgebessert werden.
Fred Lucius Das Material für die nächsten Horstunterlagen liegt schon bereit. Bis die Störche kommen, sollen  noch einige Nester erneuert oder ausgebessert werden.

Die Liste von Jens Krüger enthält noch einige unerledigte Orte: Altwigshagen, Mönkebude, Annenhof, Borken, Murchin, Klein Polzin, Jagetzow, wahrscheinlich auch Koblentz. Hier sollen bis zur Ankunft der Störche die Nester erneuert oder ausgebessert werden. „Der Aufwand ist wegen der weiten Wege schon enorm“, sagt Jens Krüger, Vorsitzender des Vereins Storchenpflegehof Papendorf. Seit der Kreisgebietsreform kümmert sich der Verein vor den Toren Pasewalks auch um Stochennester im Altkreis Ostvorpommern. Hinweise auf zu erneuernde Horste bekommt der Storchenvater von ehrenamtlichen Storchenbetreuern und Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde. Mit letzteren, so Krüger, gibt es eine gute Zusammenarbeit. Wenn Ende Januar in Anklam ehrenamtliche Naturschützer zusammenkommen, wird die Liste von zu erneuernden Nestern bestimmt um einige Orte ergänzt, vermutet der Vereinsvorsitzende. Das Material für neue Horste jedenfalls liegt in Papendorf bereit. Nach und nach werden die Unterlagen zusammengebaut. 19 Nester haben die Mitglieder des Vereins im vergangenen Jahr erneuert, ausgebessert oder abgetragen, wobei sie auch vor Weihnachten und zwischen den Feiertagen noch unterwegs waren. Sandförde, Wilsickow, Zirchow, Labömitz, Schwerinsburg, Krien, Lassan, Heinrichswalde, Groß Zetelwitz, Bugewitz oder Neuensund sind einige der Einsatzorte gewesen. Auf inzwischen 76 komplett erneuerte oder reparierte Storchenhorste kommt der Storchenhof mittlerweile. 53 Jungstörche in der Uecker-Randow-Region bekamen im vergangenen Jahr ihren „Ausweis“ ans Bein geheftet.

In den Wintermonaten haben die Vereinsmitglieder auch gut mit dem Bau von Nistkästen und Nestern zu tun – für Eulen, Singvögel oder Schwalben. „Zurzeit bauen wir die Unterlage für ein Schwanenhaus“, erklärt Krüger. Auf dem Vereinshof haben nämlich neben den derzeit vier Pflegestörchen auch zwei Trauerschwäne eine Bleibe gefunden. Diese sollen später samt Schwanenhaus auf den Papendorfer Dorfteich umgesiedelt werden.

Um insgesamt 79 Tiere hat sich der Verein im vergangenen Jahr gekümmert. Darunter sind 12 Störche, ebenso viele Schwäne, acht Turmfalken, drei Waldkauze und Bussarde, zwei Graureiher und ein Rotmilan. Nicht alle Tiere überlebten. Aber viele konnten nach guter Pflege ausgesetzt werden.

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