Die Schweizer kündigen Baumaßnahmen an:

Hat das große Bibbern bald ein Ende?

Der Schweizer Vermieter der Blöcke im Jatznicker Pappelweg will jetzt Heizgasthermen einbauen, damit die Wohnungen wieder warm werden. Baubeginn soll „in den nächsten Tagen“ sein.

Die dunklen Wolken über Jatznicks Wohnungen im Pappelweg sind noch immer nicht abgezogen. Aber es bahnt sich Licht, sprich Wärme, an: Die CFE Portfolio I AG will in den Blöcken Gasthermen installieren, damit dort die Eiszeit endet.
Rainer Marten Die dunklen Wolken über Jatznicks Wohnungen im Pappelweg sind noch immer nicht abgezogen. Aber es bahnt sich Licht, sprich Wärme, an: Die CFE Portfolio I AG will in den Blöcken Gasthermen installieren, damit dort die Eiszeit endet.

Mal gut, dass die Temperaturen noch nicht unter null Grad Celsius gesunken sind. Das wäre für die Region Anfang Oktober auch ungewöhnlich. Doch die Nächte sind bereits kühl. Von Tag zu Tag werden deshalb die seit dem 1. Oktober ungeheizten Wohnungen im Jatznicker Pappelweg kälter. Das soll sich nun ändern. Der Großvermieter der Blöcke bemüht sich verbal um Schadensbegrenzung. Per Aushang in den Treppenfluren teilte die CFE Portfolio I AG den Bewohnern mit, dass das Unternehmen neue Gas-Zentralheizungen einbauen wird. Der bisherige Vertrag mit dem Heizhaus war zum 1. Oktober ausgelaufen. Doch obwohl die Schweizer Vermieter lange vorgewarnt waren, gab es bis zu diesem Termin keine Alternative. Die Folge: Die Mieter müssen seither ohne Heizung und Warmwasser auskommen.

Man hätte ja weiterhin gerne die Fernwärme aus dem Heizhaus der insolventen Wohnungsverwaltungs mbH bezogen, aber leider will die WVG die Wärme nicht mehr liefern, bedauert in dem Aushang die Firma. Deshalb wird die CFE Portfolio I AG für ihre Wohnungen eigene Thermen einbauen. „Baubeginn ist in den nächsten Tagen. Die Arbeiten werden im Keller und einer Außenseite der Häuser durchgeführt und nicht in den Wohnungen“, teilt der Vorstand den Mietern mit. Der Vorstand bedauert darüber hinaus die „möglicherweise eingetretenen belastenden Umstände in Verbindung mit dem Wechsel der Heizanlagen“.

Das alles kommt für Mieter Egon Schulz viel zu spät. Der Mann protestierte sogar schriftlich bei den Verwaltern mit Sitz am Berliner Kurfürstendamm 136. Das alles sei nur ein „Beschwichtigungsschreiben“, das in den Hausfluren angebracht wurde, meint der Jatznicker. Hinsichtlich der Heizung werde der Schwarze Peter hin und her geschoben. Die Verwalter sitzen ja in Berlin, fernab von den Mietern, kommentiert er das. Schulz erinnert in diesem Zusammenhang die CFE an die Zusage, in Pasewalk ein Büro einzurichten, damit die Mieter Ansprechpartner vor Ort haben. „Bis heute ist das nicht erfolgt. Ich habe bereits in einem Schreiben am 8. August auf dieses Versäumnis hingewiesen, aber passiert ist nichts.“ Das Unternehmen müsse sich im Klaren sein, dass beispielsweise in Jatznick fast die Hälfte der ersteigerten Wohnungen leer stehen. Verändern werde sich diese Situation nicht, wenn zu den Mietern kein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut wird, ist er überzeugt.