Grausiger Fund:

Hier erschlug und entsorgte jemand eine ganze Schafherde

Radfahrer machten bei Wilsickow, im Grenzgebiet von Brandenburg zu Mecklenburg-Vorpommern, einen grausigen Fund: Im Dickicht liegen etwa 20 tote Schafe. Es handelt sich um Alttiere und um wenige Tage alte Lämmer. Manche Tiere tragen Spuren massiver Gewalteinwirkung.

Erschlagen und dann entsorgt: Unbekannte haben etwa zwanzig Schafe, Alttiere und frisch geborene Lämmer, an einem Feldweg zwischen Wilsickow und Neuhof getötet und dann entsorgt.
Rainer Marten Erschlagen und dann entsorgt: Unbekannte haben etwa zwanzig Schafe, Alttiere und frisch geborene Lämmer, an einem Feldweg zwischen Wilsickow und Neuhof getötet und dann entsorgt.

Andreas W. kann nicht fassen, was er da sieht. „Hier. Ein ganzer Berg. Das sind alles Lämmer! Da liegt noch ein Tier. Und dort...“  In einem weiten Bogen umrundet der Mann die Kadaver und beginnt zu zählen. „Acht liegen hier. Oder neun?“ Die genaue Anzahl der in einem Knäuel liegenden Lämmer kann man nicht erfassen, ohne sie zu berühren. Handelt es sich um Totgeburten oder wurden sie getötet? Das müssen Fachleute feststellen. Die Alttiere liegen weiter hinten. Unter den Hufen eines Schafes ist die Erde aufgerissen. Die Spuren deuten darauf hin, dass das Tier im Todeskampf noch gescharrt haben muss. Mindestens ein Schaf trägt an der Stirn eine Wunde. Vor Ort erschlagen?

Andreas W. kommt am Ende seiner Zählung auf rund zwanzig Tiere: „Irgend jemand hat seine ganze Schafherde entsorgt“, sagt er. „Das muss doch in den Dörfern auffallen!“ Er ist sich ziemlich sicher, dass die Tiere weder aus Wilsickow noch aus Neuhof stammen. Und Mecklenburg-Vorpommern ist hier nur einen Steinwurf entfernt.

Im Gebiet wird immer wieder Müll illegal entsorgt

Auch Uckerlands Bürgermeisterin Christine Wernicke ist betroffen, als sie von dem Fund hört. „Dieses Grenzgebiet suchen sich immer wieder Leute aus, um ihrem Müll zu entsorgen“, sagt sie dann. Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde dort schon einmal ein Schafkadaver gefunden. „Wenn sich das alles so bestätigt, dass die Tiere dort sogar getötet wurden, dann ist das schrecklich. Ich hoffe, dass der Fall aufgeklärt wird“, fügt sie hinzu.

In welchem Umfang die Behörde des Landkreises Uckermark und eventuell auch die Polizei ermittelt, konnte am Wochenende nicht geklärt werden. Dem Veterinäramt in Prenzlau soll der Fund bereits bekannt sein, hieß es in Wilsickow.

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