Seesanierung:

Hier schreitet ein Bagger in den Strasburger Stadtsee

Die Sanierung des Strasburger Stadtsees nähert sich dem Ende. In dieser Woche kommt neben dem Saugbagger auch eine andere Maschine zum Einsatz. Ein Schreitbagger wagt sich dabei mit den „Füßen“ in den schlammigen Untergrund des Gewässers.

Keine Angst, der kippt nicht über. Der Schreitbagger, der in dieser Woche zwischen der Insel und dem Franzosenweg im Einsatz ist, stützt sich im Wasser mit seinen „Stelzen“ ab.
Fred Lucius Keine Angst, der kippt nicht über. Der Schreitbagger, der in dieser Woche zwischen der Insel und dem Franzosenweg im Einsatz ist, stützt sich im Wasser mit seinen „Stelzen“ ab.

Der Schreitbagger Kaiser S2 steht mit seinen Stelzen im morastigen Uferbereich. Fast könnte man annehmen, er fällt gleich kopfüber in den Strasburger Stadtsee. Doch Baggerfahrer Andreas Lailach hat die Maschine im Griff. „Naja, man muss schon ein wenig aufpassen. Es ist doch tiefer, als wir gedacht haben“, meint der Mann von der Baustoff- und Gewässersanierung Dessau (BSD). Während der Saugbagger des Unternehmens auf dem See nach wie vor seine Bahnen zieht, ist in dieser Woche auch der Schreitbagger im Einsatz.

Schaufel für Schaufel entnimmt Andreas Lailach damit dem Gewässer. „Dieser Bagger nimmt am Südufer des Sees zwischen der Insel und dem Festland Störstoffe heraus, die nicht pumpfähig sind – Holz, Wurzelwerk oder Schilf“, erklärt BSD-Bauleiter Werner Zulkowski. Trotz eisiger Temperaturen vor allem in den Morgenstunden geht indes die Saugbaggerung auf dem See weiter. Bis Ende des Jahres will das Dessauer Unternehmen fertig sein. „Eine Zeitverschiebung haben wir wieder aufgeholt. Der Baggerfahrer hat eine Heizung innen. Aber natürlich ist das bei diesen Temperaturen nicht einfach“, meint Zulkowski.

Derzeit erfolgt eine Nachbaggerung an Stellen, an denen sich Sedimente nach einem Sturm abgelagert haben. Diese Stellen hat das zuständige Ingenieurbüro ermittelt. Dieses wird zum Abschluss der Arbeiten anhand einer Vorher-Nachher-Rechnung auch feststellen, wie viel Sediment dem Gewässer insgesamt entnommen wurde. Rund 27 000 Kubikmeter sollen es laut Ausschreibung sein. „Das kann anhand einer Differenzmessung der Schlammschicht festgestellt werden“, erläutert der Bauleiter.