Milchproduktion:

Hoher Preis kommt kaum bei Bauern an

Der Preis für Milch ist momentan ziemlich hoch. Milchbauern könnten in Jubelstürme ausbrechen. Tun sie aber nicht. Denn das Geld kommt nicht ausreichend bei ihnen an.

Wolfgang Krüger ist einer von drei Melkern in der Agrargesellschaft Brietzig. Etwa fünf Stunden braucht er für die 300 Milchkühe in dem modernen Melkstand.
Fred Lucius Wolfgang Krüger ist einer von drei Melkern in der Agrargesellschaft Brietzig. Etwa fünf Stunden braucht er für die 300 Milchkühe in dem modernen Melkstand.

Eigentlich müssten die Milchbauern in diesen Tagen zufrieden sein. Der Preis für Milch ist so hoch wie seit Langem nicht. Doch in Jubelstürme bricht Steffen Walter, Chef der Agrargesellschaft Brietzig, trotzdem nicht aus. 38 Cent je Kilogramm bekommt das Unternehmen derzeit, entsprechend der Inhaltsstoffe gibt es Zu- und Abschläge. "Das ist schon mehr als vor ein paar Monaten. Wir bräuchten aber noch ein paar Cent mehr, damit die Milchproduktion rentabel ist", sagt Steffen Walter.

Vor allem die hohen Energiekosten und gestiegene Preise für Futtermittel würden das Unternehmen belasten und die Milchproduktion zu einem Zuschussgeschäft machen. Als Gemischtbetrieb könne die Agrargesellschaft aber Verluste mit den Erlösen aus der Pflanzenproduktion ausgleichen, erklärt Steffen Walter.

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