Lokschuppen braucht dringend Geld:

Honeckers Zug ist schon weg, was kommt jetzt?

Der Pasewalker Lokschuppen plant, wieder Ausstellungsstücke zu verkaufen. Die Finanznot wird immer größer. Vor zwei Jahren machte der Verein bereits bundesweit Schlagzeilen, als er einen Reisewagen des einstigen DDR-Regierungszuges verkaufte.

Um in diesem Jahr über die Runden zu kommen, denkt der Lokschuppenverein schon wieder daran, Ausstellungsstücke zu verkaufen.
Angela Stegemann Um in diesem Jahr über die Runden zu kommen, denkt der Lokschuppenverein schon wieder daran, Ausstellungsstücke zu verkaufen.

Am liebsten würde Vereinschef Hans-Jörg Görl gar nicht übers Geld reden, aber er muss. In diesem Jahr hält sich der Pasewalker Lokschuppen noch über Wasser, die Reserven sind dann aber aufgebraucht. „Wenn die Stadt nicht kauft, müssten wir uns nach einem privaten Partner umsehen“, sagt Görl.

In den vergangenen Jahren gab es viele Willensbekundungen aller möglichen Partner, aber dabei blieb es auch. Das Wirtschaftsministerium beispielsweise versprach, dass der Verein Erlöse von der Dampfloksonderfahrt, die im November des Vorjahres stattfand, bekommt. Bisher kam kein Geld in Pasewalk an.

Es ist kein Geheimnis, dass die Bahn das Lokschuppengelände verkaufen möchte. Für den Fall, dass die Stadt Pasewalk den Lokschuppen kauft, sagte das Schweriner Wirtschaftsministerium Förderung zu. Die Bahn kam der Stadt entgegen. Wollte sie vor Jahren noch eine sechsstellige Kaufsumme, so sei diese jetzt sehr geschrumpft. Genaueres wollte die Bahn dazu nicht sagen.

Bürgermeisterin Sandra Nachtweih jedenfalls signalisierte gegenüber dem Nordkurier, dass die Stadt den Lokschuppen kaufen wolle – und die Dinge gut stünden.

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