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Betreiber rückt von Abzock-Mieten für Flüchtlinge ab

Nach den Vorwürfen gegen die Jugendbegegnungsstätte in Plöwen hat der Landkreis den Sachverhalt geklärt und einen Fehler gefunden.

Die Jugendbegegnungsstätte Plöwen war in die Schlagzeilen geraten, weil sie Abzock-Mieten für Flüchtlinge abrechnete.
Denny Kleindienst Die Jugendbegegnungsstätte Plöwen war in die Schlagzeilen geraten, weil sie Abzock-Mieten für Flüchtlinge abrechnete.

Der Vorwurf löste eine richtige Welle aus: Der gemeinnützige Betreiber der Jugendbegegnungsstätte Plöwen versucht, richtig Geld mit Flüchtlingen zu verdienen! Jetzt wurde das bei einem Rundtisch-Gespräch aus der Welt geräumt. „Bei der gemeinsamen Runde mit dem Geschäftsführer der Jugendbegegnungsstätte am Kutzow-See Plöwen gGmbH, Helmut Grams, dem Job-Center und der Kreisverwaltung konnten wir alle Missverständnisse und Unklarheiten ausräumen“, sagte Sozialdezernent Dirk Scheer.

Im Verlaufe des Gesprächs sei klar geworden, dass bei der Berechnung des Tagessatzes in Höhe von 17 Euro auch „Regelleistungen“ enthalten waren, die jedoch nicht nach dem Sozialgesetzbuch II abgerechnet werden können.

Kreis erhält Geld zurück

Es seien, so Scheer, eben nicht nur der Bettenplatz, sondern auch Leistungen wie Betreuung und Verpflegung in Ansatz gebracht worden. Letztere könnten jedoch im Vertrag nicht zusammen mit dem Wohnraum als eine Kostenposition beim Job-Center zur Abrechnung eingereicht werden. Bereinigt betrage der korrekte Tagessatz nunmehr 10,60 Euro.

„Wir konnten den Berechnungsfehler gemeinsam als solchen herausfinden und korrigieren. Daraufhin hat die Geschäftsführung der Jugendbegegnungsstätte die Rückerstattung der überzahlten Beträge angeboten, was vom Job-Center angenommen wird“, erklärte Scheer. Die Ferienstätte in Plöwen wird Ende März leergezogen und zum Saisonbeginn für ihren eigentlichen Verwendungszweck zur Verfügung stehen.