Großeinsatz in Löcknitz:

Hubschrauber, Drohne und jede Menge Polizisten

In Löcknitz rückte am Montag die Landespolizei zum Großeinsatz an. Am Rande des Ortes wurde ein ganzes Gelände auf den Kopf gestellt. Dem Vernehmen nach fanden die Beamten große Mengen an Waffen und eine Flak.

Die Landespolizei schickte zahlreiche Bereitschaftspolizisten nach Löcknitz
Christopher Niemann Die Landespolizei schickte zahlreiche Bereitschaftspolizisten nach Löcknitz

Ein Teil von Löcknitz schien am Montagvormittag Polizeisperrgebiet zu sein. An der Bundesstraße 104, die durch die Ortschaft führt, wurden die Autos angehalten. Wer weiter wollte, musste an der Polizei vorbei. Im Ort staute sich der Verkehr. „Die B 104 wurde konsequent überwacht“, sagte ein Augenzeuge.

Und offenbar besonders konsequent stellten die Beamten zur gleichen Zeit das Gelände eines Schrottplatzes an der Rothenklempenower Straße am Rande der Gemeinde auf den Kopf. Die Bereitschaftsdienste der Landespolizei von MV und Berlin liefen in großer Mannschaftsstärke auf, um das Gelände zu durchkämmen. Näher inspiziert wurden vor allem die Garagen, die sich dort befinden.

Mehrere Kisten und ein Karabiner

„Wir haben nach Waffen gesucht“, teilte die Staatsanwaltschaft in Berlin mit. Sie ermittelt  nach eigenen Angaben gegen einen 50-jährigen Mann, der verdächtigt wird, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht. Ein Sprecher des Berliner Landeskriminalamtes, das den Einsatz in Löcknitz organisierte, sagte, dass in diesem Zusammenhang gleichzeitig vier weitere Örtlichkeiten durchsucht wurden – drei in Berlin, eine weitere in Mecklenburg-Vorpommern.

Zur Mittagsstunde zogen die Polizisten dann wieder ab. Sie nahmen mehrere Briefkuverts im A4 Format und diverse Kisten mit. Hinweisen an die Redaktion zufolge sollen die Beamten auch ein Karabiner-Gewehr, eine Übungshandgranate und 30 Schuss Übungsmunition sichergestellt haben. Außerdem: mehrere sogenannte Schulhof-CDs der NPD.

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Kommentare (2)

Der Nordkurier zeigt an diesem Artikel exemplarisch seine ganzen Qualitäten! Würde ich den Augenzeugen nicht persönlich kennen, hätte ich doch beinahe an der Glaubwürdigkeit dieses Artikels gezweifelt. Aber wenn an jenem besagten Rohr ein Zettel mit der Aufschrift "Flak" hängt, dann ist es wohl eine FLAK! Entäuschend ist lediglich, dass der Verfassser des Artikels von Briefkuverts nicht auf Briefbomben schließen konnte, aber dazu wäre wohl ein Hinweiszettel notwendig gewesen. Auch der Seitenhieb gegen Polizeigewalt ist sehr gelungen, dramatisch wie sie in "Läcknitz" laut Zeugen untersuchten, leise hätte doch auch genügt. (an dieser Stelle möchte ich auf die ausgezeichnete Wortwahl und Recherche des Verfasser hinweisen, schöne Grüße an euren Praktikanten Heinz Ellmann)

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