Japan-Kunst bei uns in Vorpommern:

Ich tanz' mir die Welt...

... widdewidde, wie sie mir gefällt: Wild und experimentell, dabei auch destruktiv und schonungslos, das ist Butoh, ein japanischer getanzter Protest gegen verkrustete Strukturen und formale Vorschriften. Jetzt sah man, wie das in Vorpommern aussehen kann: Wie auf dem Foto!

Butoh-Tanz vom Feinsten auf dem Kulturgut in Bröllin. 25 Laien-Künstler aus elf Ländern haben eine Performance über die vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer in nur neun Tagen erarbeitet.
Rita Nitsch Butoh-Tanz vom Feinsten auf dem Kulturgut in Bröllin. 25 Laien-Künstler aus elf Ländern haben eine Performance über die vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer in nur neun Tagen erarbeitet.

25 Leute aus elf Ländern, alle bereit, sich ganz und gar mitreißen zu lassen, von ihrem Körper, ihrer Wut, ihrer Lust, sich auszudrücken. Das war ja mal wieder eine spannende Menschen-Mischung, die sich da auf Schloss Bröllin getroffen hat. Es ging um Butoh, einem japanischen Tanzstil, eigentlich eine getanzte Revolution gegen die starren Formalien in der japanischen Tanztradition. Laut Wikipedia gab es bei der allerersten Butoh-Aufführung gleich einen Skandal, nicht nur, weil dabei Homosexualität vertanzt wurde, sondern auch, weil um das Leben eines Huhnes gefürchtet wurde, das auf der Bühne angeblich sterben sollte. Über 30 Jahre ist das her. In Bröllin ist man dagegen schon lange im neuen Jahrtausend angekommen und entsprechend lockerer, hier sind ja Percormance-Künstler aller Couleur Alltag. So fand dann auch die Japanerin Yumiko Yoshioka, die den neuntägigen Butoh-Workshop leitete, höchste Anerkennung für eine intensive Inszenierung, die am Ende des Workshops stand. Mit beteiligt: Der Installationskünstler Joachim Manger.

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