Munitionsfund bei Viereck:

Immer wieder glänzt das Patronen-Messing

Stellen Sie sich vor, Sie spazieren im Wald bei Viereck und finden Patronenhülsen – nicht eine, sondern viele. Sehr viele! Manche davon sind mögliche Blindgänger. Ein Anwohner findet das gefährlich und hofft auf Behördenhilfe.

Im Wald gleich neben der Wohnsiedlung liegen diese Patronenhülsen zu Dutzenden umher.
Lutz Storbeck Im Wald gleich neben der Wohnsiedlung liegen diese Patronenhülsen zu Dutzenden umher.

Was sich da in seiner unmittelbaren Nachbarschaft tut, das gefällt Bernd Dreffkorn nicht. Der Mann wohnt in der Vierecker Ernst-Thälmann-Siedlung. Gleich in der Nähe beginnt der Wald. In Sichtweite befindet sich die Bundeswehrkaserne, und die Soldaten üben in dem Waldstück. Dort sind in den vergangenen Wochen gleich mehrere Schilder aufgestellt worden. Die untersagen zwar den Zugang nicht, sodass Spaziergänge möglich sind. Aber die Schilder machen deutlich, dass dies ein militärischer Bereich ist und nur auf eigene Gefahr zu betreten.

Warum, das wird bei einem Spaziergang durch das Areal klar: „Sehen Sie sich das an“, sagt er, bückt sich und hat eine goldglänzende Patrone in der Hand. „So was liegt hier überall rum“, sagt Dreffkorn.

Schnell ist eine Mütze mit Patronen voll

In dem Kiefernwäldchen gleich neben der Wohnsiedlung macht es keine Mühe, eine Mütze mit den Patronenresten zu füllen. Das geht sehr schnell, denn an manchen Stellen liegen 10, 20 oder mehr davon. „Das ist gefährlich“, sagt Dreffkorn, denn man müsse davon ausgehen, dass einige Blindgänger darunter sind.

Messing-Patronen-Hülsen liegen aber nicht nur in den gekennzeichneten Arealen, sondern eben auch außerhalb. Zum Beispiel an der Straße zwischen Pasewalk und Torgelow – direkt an dem Radfernweg. Man muss nicht einmal intensiv danach suchen.

„Ich bin kein wild gewordener Pazifist“, stellt Bernd Dreffkorn klar, aber dass da so viele Munitionsreste direkt vor seiner Haustür liegen, findet er nicht in Ordnung.

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