Begegnungsstätte geplant:

In Strasburg ist genug Platz für Asylbewerber

Überall schlechte Nachrichten, nur Strasburg schert aus. Die Stadt ist für die Unterbringung von Asylbewerbern gut gewappnet und freut sich auf die neuen Mitbürger. Nach jahrelangem Bevölkerungsrückgang steht in der Stadt genügend Wohnraum zur Verfügung.

Bisher wurden alle neu ankommenden Asylbewerber in Strasburg mit einem kleinen Präsent begrüßt. Zum Willkommensfest Anfang August, zu dem Stadtvertreterin Gudrun Riedel (rechts) eingeladen hatte, kam auch Bürgermeisterin Karina Dörk.
Denny Kleindienst Bisher wurden alle neu ankommenden Asylbewerber in Strasburg mit einem kleinen Präsent begrüßt. Zum Willkommensfest Anfang August, zu dem Stadtvertreterin Gudrun Riedel (rechts) eingeladen hatte, kam auch Bürgermeisterin Karina Dörk.

62 Asylbewerber leben derzeit in Strasburg. Angesichts einer Einwohnerzahl von über 5.000 sieht Bürgermeisterin Karina Dörk darin nichts problematisches. Doch dass es nun insgesamt 22 Nationalitäten in der Stadt gibt, das gab es vorher noch nicht.

„Daran müssen sich die Strasburger auch erst gewöhnen“, sagt Karina Dörk. Sie hofft, dass sich diese Wahrnehmung in den nächsten Monaten normalisiert. Ohne die vielen Ehrenämtler geht es nicht. Leute, wie Roland Brauchler vom Aktionsbündnis „Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt“.

Verfügbarer Wohnraum muss hergerichtet werden

Brauchler erzählt von ganz banalen Dingen, die das Leben der Asylsuchenden verbessern. Gardinen oder Rollläden etwa, die bei einer Wohnung im unteren Stockwerk Privatsphäre schaffen. Oder die Bereitstellung von Fahrrädern oder eines größeren Topfes, in dem man Reis auch für vier Personen kochen kann.

Roland Brauchler sagt auch, das ein aktives Auftreten gegen Neonazis dazugehöre. Leute, die im Internet hetzen, benennt er. Strasburg hat in den vergangenen Jahren viele Einwohner verloren. Deshalb steht ausreichend Wohnraum zur Verfügung. Doch der muss hergerichtet werden. 

AWO-Jugendhaus als Begegnungsstätte

16 Wohnungen sind derzeit von Asylbewerbern bewohnt. Acht weitere werden gerade vorbereitet. Und es werden noch lange nicht die Letzten sein, sagt Bürgermeisterin Dörk. Neu ausgestattet werden die Wohnungen nur mit einem Herd, einem Kühlschrank und einer Waschmaschine.

Die restlichen Möbel kamen bisher gebraucht aus der Möbelbörse des Arbeitslosenverbandes. Wenn dort die Bestände schrumpfen und auf einmal die Schrankwand für einen Asylbewerber zurückgestellt wird, „ruft das auch wieder die Stimmungsmacher auf den Plan“, sagt Roland Brauchler.

Derweile planen die Ehrenamtler, das Jugendhaus der AWO als Treffpunkt für die Asylbewerber nutzbar zu machen. Roland Brauchler wünscht sich, dass daraus langfristig eine Begegnungsstätte wird.

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Kommentare (3)

wirklich über den Zuzug der Asylbewerber freut bezweifel ich mal. Es ist ein enormer finanzieller Mehraufwand was auf die kleine Stadt zukommt. Keine Frage Kriegsflüchtlinge sollten Hilfe bekommen. Doch immer gleich mit der Parole weltoffen bunt und blablabla zu kommen ist bald nicht mehr tollerierbar. Was mich bei der ganzen Debatte stört ist das Schubladen Denken. Alle Kritiker werden sofort in die rechte Ecke gestellt, die Befürworter sind alles Gutmenschen. Warum hat Mutti Merkel in Heidenau nicht beide Seiten vom Zaun angehört.

Gewalt ist nun einmal kein probates Mittel der Kritik. Und die Kanzlerin mit "Wir sind das Pack!" zu begrüßen ist neben Steinen, Böllern und stillschweigendem Einverständnis dazu so ziemlich das Dümmste, was den Menschen dort einfallen konnte. Wenn mir einer so gekommen wäre, den hätte ich auch hinter seinem selbst errichteten Zaun aus Ignoranz, Haß und Angst stehen lassen.

war sicher mehr ironisch Richtung Kanzlerin gemeint. Der Vize hat ja alle die gegen das Heim protestiert haben so benannt. Das es aus dieser Menge dann eine Gruppe aus schätzungsweise 100 Chaoten geschafft hat,alles ins Chaos zu stürzen hätte er bei seiner Wortwahl beachten sollen. Er kann doch nicht alle Demonstranten als Pack bezeichnen. Vielleicht kann Strasburg ja ein paar Flüchtlinge aus Waren übernehmen. Dort ist ja leider kein Platz , anders wie in Strasburg.