Ungewöhnliches Haustier:

Karl muss nicht in die Pfanne

Normalerweise sind Hühner flatterhafte Fluchttiere. Nicht so jedoch Hahn Karl. Wie ein Papagei sitzt er gern auf Jedermanns Schulter. Dabei hat Karl ein intimes Geheimnis.

Völlig entspannt sitzt Arokaner Karl auf der Hand von Geflügelfreund Harald Brandt.
Sebastian Kühl Völlig entspannt sitzt Arokaner Karl auf der Hand von Geflügelfreund Harald Brandt.

Völlig entspannt sitzt Karl auf dem Arm von Harald Brandt. "Jedes andere Huhn wäre schon längst weg", sagt Brandt. Nicht so Karl. Er ist den engen Kontakt zum Menschen gewohnt. Karls Mutter wollte sich nicht um ihr Küken kümmern. "Also haben wir ihn per Hand aufgezogen", erzählt Brandt. Doch der kleine Hahn der Arokaner-Rasse hat ein sehr intimes Geheimnis. Mittlerweile habe sich nämlich herausgestellt, das Karl eine Henne ist. "Als Küken haben wir ihn auf den Namen Karl getauft. Da war noch nicht zu erkennen, ob es sich um Hahn oder Henne handelt. Nun muss der Name so bleiben", meint Brandt.

Karl ist so zahm, dass er sich bereitwillig überall hinsetzen lässt. Sogar auf der Schulter völlig Fremder bleibt er ruhig sitzen ohne zu flattern oder zu picken. "Angst vor der Pfanne muss er nicht haben", sagt Harald Brandt, der sich bei den Strasburger Geflügelfreunden engagiert. Denn Karl ist in den vier Monaten seines bisherigen Lebens Teil der Familie geworden. "Normalerweise schlachten wir unsere Hühner, aber Karl darf alt werden."

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