Bauarbeiten:

Kein Norma? In den Garagen wird schon wieder geparkt

Eigentlich sollte längst am neuen Supermarkt an der Pasewalker Rudolf-Breitscheid-Straße gebaut werden. Doch es tut sich nichts. Ist am Gerücht, dass Norma gar nicht mehr neu bauen will, etwas dran? Die Garagen, die dafür abgerissen werden sollten, werden mittlerweile wieder genutzt.

Auch wenn keine Türen mehr in den Garagen sind, einige Autobesitzer nutzen sie wieder.
Angela Stegemann Auch wenn keine Türen mehr in den Garagen sind, einige Autobesitzer nutzen sie wieder.

Die Garagen am Straßenrand, die abgerissen werden sollen, sind schon lange leer geräumt, die Türen entfernt. Seit Monaten. Einige Autobesitzer nutzen die Unterstellmöglichkeiten längst wieder für ihren fahrbaren Untersatz. „Wenigstens solange, bis abgerissen wird“, sagt eine Frau, die ihr Auto abschließt. Und fügt hinzu: „Ich glaube, die bauen gar nicht mehr.“

Nahrung für diese Gerüchte gab auch die Tatsache, dass auf der jüngsten Stadtvertreter-Tagung der Bebauungsplan für die Breitscheid-Straße von der Tagesordnung genommen wurde. Die amtierende Bürgermeisterin Gudrun Baganz begründete das damit, dass noch am sogenannten städtebaulichen Vertrag gearbeitet werden muss. Jens Tessendorff, der Expansionsleiter für Norma, stellt auf Nachfrage unserer Zeitung eindeutig klar: „Wir wollen bauen!“ Nur die Zeitschiene habe sich ein bisschen verschoben.

„Nächstes Jahr starten wir richtig durch“

Derzeit geht es hinter den Kulissen u. a. auch um die Linksabbiegespur. Denn immerhin liegt der neue Norma-Markt an der stark befahrenen Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 104. Gleich neben dem Markt befindet sich die Arbeitsagentur, die ebenfalls stark frequentiert wird. Auch die Fußgänger sollen sicher über die Straße kommen. An all dem wird intensiv gearbeitet, versichert Jens Tessendorf. „Wir bauen nicht einfach so auf einer leeren Fläche, sondern mitten in der Stadt“, meint er. Da soll der neue Supermarkt ein vernünftiges Erscheinungsbild bekommen. Außerdem könne man erst loslegen, wenn Norma Eigentümer des Geländes ist. „Nächstes Jahr starten wir richtig durch“, verspricht Jens Tessendorf.

Bauamtsleiterin Monika Hänsel berichtet, dass die nächste Stadtvertretertagung am 27. Februar stattfindet. Da soll der Bebauungsplan auf der Tagesordnung stehen. Dieser bezieht sich dann auf das Gelände zwischen den Straßen Am Luisenplatz, der Rudolf-Breitscheid-Straße, An der Kürassierkaserne und der Löcknitzer Straße. Insgesamt wird damit eine Fläche von 2,55 Hektar erfasst. Im Sommer dieses Jahres lagen die Baupläne im Rathaus bereits für vier Wochen öffentlich aus. Dagegen hatte niemand etwas.

Vorgesehen ist der Neubau des Marktes mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern und einem rund 80 Quadratmeter großem Café. Dafür werden das leer stehende Bürogebäude an der Löcknitzer Straße 6 sowie die Wohnhäuser Nummer 12, 14, 16, 18 und 20 sowie der Garagenkomplex abgerissen.

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