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Kita, Hort, Krippe: Alles teurer

Unerfreuliche Nachrichten für Eltern von Kita-Kindern im Landkreis Vorpommern-Greifswald: Für alle Kinder in Hort, Kita oder Krippe erhöhen sich in diesem Jahr die Gebühren, um bis zu 20 Euro im Monat. Grund sind sinkende Zuschüsse von Kreis und Land.

Für die Eltern von Kita-Kindern im Landkreis startet das Jahr unerfreulich: Die Beiträge steigen.
Waltraud Grubitzsch/NK-Archiv Für die Eltern von Kita-Kindern im Landkreis startet das Jahr unerfreulich: Die Beiträge steigen.

Zwar konnte die Kreisverwaltung wegen der Brückentage in der vergangenen Woche noch gar nicht genau beziffern, wie stark die Beiträge ab diesem Monat steigen. Nach Nordkurier-Informationen geht es aber um Beträge zwischen 3 und 20 Euro im Monat, abhängig davon, ob das Kind zur Krippe, zum Hort oder in den Kindergarten geht.

Als Gründe für die Erhöhung, die durch die sinkenden Landes- und Kreiszuschüsse fällig werden, führt der Kreis drei Mechanismen an, die alle im neuen Kinderförderungs-Gesetz (Kifög) des Landes stehen: Erstens steigt zwar die Summe, die das Land insgesamt für die Kitas im Kreis zahlt, um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf jetzt rund 15,3 Millionen Euro an. Weil aber gleichzeitig die Zahl der in den Einrichtungen betreuten Kinder im Landkreis um fünf Prozent gestiegen ist, ergibt sich ein Missverhältnis: In Relation zur Kinderzahl sind die Zuschüsse nicht gestiegen, sondern gesunken.

Zweiter Grund: Der Stichtag, zu dem die Höhe der Landesmittel ermittelt wird, ist neuerdings der 1. März und nicht mehr der 1. April. Weil am 1. März wegen der vielen Saisonarbeiter in Vorpommern-Greifswald aber nicht so viele Kinder in den Einrichtungen sind wie im April, wirkt sich auch das ungünstig auf die Höhe der Förderung aus.

Als dritten Grund nennt der Kreis noch besondere Finanz-Effekte in den vergangenen Jahren, die sich daraus ergeben hätten, dass bislang Jahr für Jahr noch „Restbeträge“ aus den Vorjahren mit den Zuschüssen verrechnet werden konnten. Auch dies ist wegen neuer gesetzlicher Vorgaben im Jahr 2014 nicht mehr möglich.

Bleibt die Frage: Wenn bis hierher das Land schuld ist, warum senkt dann auch der Kreis seine Zuschüsse? Die simple Antwort der Verwaltung: „Der Landkreis ist gesetzlich verpflichtet, die Einrichtungen mit 28,8 Prozent der Landesmittel zu fördern.“ Sinken also die Landesmittel, sinkt automatisch auch der Kreis-Zuschuss.