Bürgermeister spricht von Vertragsbruch:

Amt streicht Sprechstunde in Außenstelle

Eine Bekanntmachung vermiest Penkuns Bürgermeister Bernd Netzel mächtig die Laune: In der Stadt, früher einmal Sitz eines Amtes, wird es künftig nur noch wöchentlich drei Sprechstunden des Amtes Löcknitz-Penkun geben. Der Bürgermeister betrachtet das als Vertragsbruch.

Penkuns Bürgermeister Bernd Netzel ist über den neusten Ausgang im Amtsgebäude in Penkun ziemlich sauer. Die Sprechzeiten wurden reduziert. Nur noch freitags von 9 bis 12 Uhr ist ein Verwaltungsmitarbeiter des Amtes Löcknitz-Penkun in Penkun zu sprechen. 
Rainer Marten Penkuns Bürgermeister Bernd Netzel ist über den neusten Ausgang im Amtsgebäude in Penkun ziemlich sauer. Die Sprechzeiten wurden reduziert. Nur noch freitags von 9 bis 12 Uhr ist ein Verwaltungsmitarbeiter des Amtes Löcknitz-Penkun in Penkun zu sprechen. 

Eine Bekanntmachung im Penkuner Amtsgebäude macht Penkuns Bürgermeister Bernd Netzel zu schaffen. „Amt Löcknitz-Penkun, Der Amtsvorsteher...“, steht im Kopf des Schreibens. Der Text informiert, dass ab sofort Sprechzeiten nur noch freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr in der Außenstelle Penkun abgehalten werden; Die Sprechzeiten dienstags sind gestrichen worden. Für Penkuns Bürgermeister ist das ein weiterer Versuch des Amtes in Löcknitz, die Kleinstadt weiter in die Bedeutungslosigkeit zu drängen.

„Mit weit über 1500 Bürgern sind wir nicht nur eine der größten Kommunen des Amtes, sondern auch die Gemeinde, die mit rund 317 000 Euro die höchste Amtsumlage in Richtung Löcknitz bezahlt. Dafür können wir vom Amt entsprechende Dienstleistungen hier vor Ort erwarten“, sagt er. Aus Netzels Sicht verstößt die neue Regelung gegen den öffentlich-rechtlichen Vertrag, der seinerzeit abgeschlossen wurde, als das Amt Penkun in das Amt Löcknitz aufgenommen wurde.  „Im Paragraf 7, Verwaltungsstruktur und Personal, heißt es im zweiten Absatz, dass in einem Teil des Penkuner Verwaltungsgebäudes eine Außenstelle erhalten bleibt. Wenn es nur noch drei Stunden Sprechzeit gibt, dann kann rein rechtlich nicht mehr von einer Außenstelle die Rede sein“, bezweifelt Netzel. Er behält sich vor, die jetzige Regelung rechtlich prüfen zu lassen, sollte daran festgehalten werden.

Amtsvorsteher Lutz-Michael Liskow, der als Chef der Verwaltung die neuen Zeiten festlegte, verweist ebenfalls auf den einst getroffenen öffentlich-rechtlichen Vertrag als rechtliche Grundlage für seine Entscheidung. „Bereits mein Vorgänger, Herr Meistring, hat 2011 und 2014 Zählungen in Auftrag gegeben, wie stark die Sprechzeiten in Penkun frequentiert werden. Im März bis Dezember 2011 nutzten rein rechnerisch 3,6 Bürger die Sprechtage, 2014 waren es dann nur noch 3,4 Bürger. Zwei Sprechtage aufrecht erhalten ist angesichts dieser Zahlen  nicht mehr wirtschaftlich“, betont Liskow.

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