Urteil in Pasewalk:

Liebesschuft soll ins Gefängnis

Weder Freispruch noch Bewährungsstrafe für den Liebesschuft: Der Mann, der mehrere Frauen betrog, muss hinter Gitter - sofern er keine Rechtsmittel einlegt.

Er täuschte etlichen Frauen Liebe vor und brachte sie so um ihr Erspartes. Jetzt soll er deswegen hinter Gitter.
Arno Burgi (Motivbild) Er täuschte etlichen Frauen Liebe vor und brachte sie so um ihr Erspartes. Jetzt soll er deswegen hinter Gitter.

Zu groß wurde im Laufe der Jahre die kriminelle Energie des Mannes, der etliche Frauen betrog, darunter zwei aus Vorpommern: So begründete Richter Johann-Peter Bischoff vom Amtsgericht Pasewalk das Urteil gegen den 43-jährigen Mann, das er am Dienstag verkündete: Zwei Jahre und drei Monate soll der Mann ins Gefängnis.

Denn Axel (Name geändert) betrog nicht nur zwei Frauen aus Vorpommern um ihr Hab und Gut, gaukelte ihnen Liebe vor. Er zog die Masche auch schon woanders durch. Dass etwas nicht stimmte, merkten die Frauen oft erst, wenn ihre Konten abgeräumt oder Mahnungen für nicht bestellte Versandhausrechnungen eintrafen.

Dass die Strafe nicht höher ausfiel, davor rettete den Angeklagten auch sein Pflichtverteidiger Steffen Voigt. Er verwies darauf, dass sein Mandant mit den Frauen in einer häuslichen Gemeinschaft lebte. Hätten diese gewollt, dass er strafrechtlich verfolgt wird, hätten sie nicht nur eine Strafanzeige, sondern auch einen Strafantrag stellen müssen. Das war jedoch nicht der Fall.

Gegen das Urteil können noch Rechtsmittel eingelegt werden.

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