Positiver Grenzeffekt: Bevölkerungzahl steigt:

Löcknitz – der Vorort von Stettin

Durch den Zuzug aus Polen steigt die Bevölkerungszahl in Löcknitz. Bürgermeister Detlef Ebert nennt sein Dorf schon einen Vorort von Stettin.

Die öffentliche Badeanstalt am Löcknitzer See schrieb vergangenes Jahr eine Schwarze Null – dank des guten Wetters und dank vieler Besucher aus Stettin.
Denny Kleindienst Die öffentliche Badeanstalt am Löcknitzer See schrieb vergangenes Jahr eine Schwarze Null – dank des guten Wetters und dank vieler Besucher aus Stettin.

Pasewalk und Strasburg – die Bevölkerungszahl sinkt. Amt Uecker-Randow-Tal – die Einwohnerzahl sinkt. Amt Löcknitz-Penkun – die Bevölkerungszahl steigt. Zwar nur minimal, aber sie steigt! Die jüngsten Angaben des Statistischen Landesamtes über die Bevölkerungsentwicklung in der südlichen Uecker-Randow-Region von 2013 zu 2014 zeigen: Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist die Einwohnerzahl allein in den grenznahen Gemeinden gestiegen. Exemplarisch zeigt sich diese Entwicklung in Löcknitz. „Seit 2005 steigen die Zahlen“, sagt Bürgermeister Detlef Ebert (CDU).

Verantwortlich dafür sind die Polen, die sich seit der Öffnung der Grenze auf deutschem Gebiet niedergelassen haben. Zum großen Glück der Gemeinde. „Wenn die Einwohnerzahlen steigen, steigen auch die Mittel, die vom Land kommen“, sagt Ebert. Derzeit leben etwa 300 Polen in Löcknitz, das sind rund zehn Prozent der aktuell 3211 Einwohner. Detlef Ebert bezeichnet Löcknitz gar als „Vorort von Stettin.“ Das sehen die vielen Besucher des Freibades am Löcknitzer See, die aus Stettin kommen, sicher ähnlich. Sie sorgten mit dafür, dass 2014 erstmals eine schwarze Null in der Bilanz stand.