Sanierungsarbeiten notwendig:

Lokschuppen steht vor dem Bankrott

Hinter den Kulissen des Pasewalker Lokschuppens brodelt es. Sanierungsarbeiten stehen an, doch dafür ist kein Geld vorhanden. Dabei steht der Verein vor einem Dilemma. 

Im und am Lokschuppen stehen dringende Sanierungsarbeiten an. Doch woher soll das Geld kommen?
ZVG Im und am Lokschuppen stehen dringende Sanierungsarbeiten an. Doch woher soll das Geld kommen?

Wer Hans-Jörg Görl kennt, der merkt ihm an, dass er nicht so fröhlich ist wie sonst. Görl ist Vorsitzender des Vereins "Lokschuppen Pomerania", der das Eisenbahn-Erlebniszentrum betreibt. Und den Lokschuppen plagen große Zukunftsängste.

Einige Male mussten schon Exponate verkauft werden. So zum Beispiel der Honecker-Wagen aus dem Regierungszug. "Der wurde verkauft, weil die Pflege- und Instandhaltungskosten des Schuppens enorm sind", sagt Görl.

Noch in diesem Monat gehen die letzten drei Bufdis (Bundesfreiwilligendienst-Beschäftigte). Die Zahl der Ein-Euro-Jobber ist begrenzt. Auch wenn im Lokschuppen schon viel passierte, stehen nun dringende Sanierungsarbeiten an. Die gesamte Fensterfront an der Westseite muss erneuert werden. Doch dafür ist kein Geld da.

Wenn nichts passiert, droht der Bankrott

„Rein theoretisch müssten wir wieder etwas verkaufen“, sagt der Vereinschef. Allmählich würde das an die Substanz gehen. Wer will schon einen Lokschuppen besichtigen, in dem es nichts mehr zu sehen gibt? Von Hilfe werde seit Jahren nur geredet.

„Wenn nichts passiert, dann machen wir einen griechischen Abend“, kündigt Hans-Jörg Görl an. Dann sollen Verein und Lokschuppen ordentlich abgewickelt werden.

Pasewalks Bürgermeisterin Sandra Nachtweih kennt die Sorgen des Lokschuppens. Es werde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, sagt sie. Sogar ein Kauf durch die Stadt wird geprüft. Aber angesichts des Haushaltsloches vermag der Vereinschef das nicht zu glauben.

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