Falsch geliefert:

Nanu, wer hat denn die Potenzmittel bestellt?

An einen schlechten Scherz glaubte Martin, als er ein Paket mit Prosta-Kraft bekam. Aber dem war nicht so. Im Gegenteil.

Martin hat es nicht bestellt: Zwei Packungen eines potenzstärkenden Mittels.
Angela Stegemann Martin hat es nicht bestellt: Zwei Packungen eines potenzstärkenden Mittels.

Pakete auf der Arbeit, die erhält man eher selten. Zunächst dachte Martin (Name von der Redaktion geändert) sich nichts Schlimmes, als eine Paket-Zustellerin kam. Sie wies sogar darauf hin, dass auf dem Päckchen „Gesundheitsmittel“ steht.

Vorsichtig öffnete der 33-Jährige die Sendung und hielt zwei Packungen mit einem Potenzmittel in der Hand. Eine Packung reiche für einen ganzen Monat, täglich eine Kapsel bringe die gewünschte Wirkung, versprechen die Hersteller. Bei erhöhtem Bedarf könnten es auch zwei Kapseln täglich sein. Martin glaubte zunächst an einen Werbe-Gag.

Rätsel um die Bestellkarte

Das war, bevor er die Rechnung entdeckte. Eigentlich kosten die beiden Packungen zusammen 79,40 Euro. Doch bei der ersten Bestellung gibt’s die erste Packung für 19,70 Euro, die zweite geschenkt. Auch das günstige Angebot konnte Martin nicht umstimmen. „Ich brauche so etwas noch nicht“, sagt er.

Also rief er bei der Firma an und teilte der mit, dass er das Potenzmittel nicht geordert hat. Es liege aber eine Bestellung auf seinen Namen vor, sagte die Frau am anderen Ende der Leitung – und schickte ihm eine Kopie der Karte zu. Wer diese Karte ausgefüllt hat, ist nicht nachzuvollziehen. Die Firma zeigte sich kulant: Martin kann die Pillen behalten und braucht sie nicht zu bezahlen. „Vielleicht schenken sie diese ihrem Vater oder Opa“, empfahl die freundliche Frau.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!