:

Sogar vor Zaunpfählen machen Biber kein Halt

Erst nagten sie Bäume an, die dann auf den Zaun kippten, jetzt machen sie sich direkt über die Zaunpfosten her: Biber bereiten Pasewalker Rinderhaltern Kopfzerbrechen.

Da hat sich der Biber am Weidepfahl zu schaffen gemacht: Martina und Adeline Fäseler (von links) nehmen es mit Humor. Sie machen sich aber auch Sorgen.
Denny Kleindienst Da hat sich der Biber am Weidepfahl zu schaffen gemacht: Martina und Adeline Fäseler (von links) nehmen es mit Humor. Sie machen sich aber auch Sorgen.

Adeline und ihre Mutter Martina Fäseler waren gerade auf dem Weg zu einem angeknabberten Weidepfahl, da sahen sie schon seinen ramponierten Bruder. Die Spurenlage ist eindeutig. Der Fuß des Eichenpfahls ist angeknabbert, feine Holzspäne liegen daneben. Im hohen Gras einige Meter weiter ist eine kleine Schneise deutlich zu erkennen. Sie führt bis hinunter zur Uecker. Das muss ein Biber gewesen sein.

Auf der Weidefläche grasen die Tiere des Mutterviehbetriebs Fäseler, einem Pasewalker Familienunternehmen. Erst letztes Jahr hatten sie die neuen Eichenpfähle gesetzt. Die halten besonders lang, weil sie nicht so schnell faulen. Dem Biber schmecken sie wohl leider auch besonders gut. Das Problem, sagt Adeline Fäseler, sind nicht die Kosten für den Pfahl. Der koste pro Stück vielleicht fünf Euro. Nein, das Problem sei die Zeit. „Wir wollen nicht jeden Tag die Pfähle untersuchen.“

Biberschäden hätten sie auch früher schon gehabt. Da stürzte schon einmal ein Baum direkt auf den Zaun. Die Sache mit den angeknabberten Weidepfählen sei aber neu.