Hochzeiten und Konzerte:

Neues Leben im Haus der Toten

Es ist etwas Einmaliges in der Region, ein Mausoleum aus dem Jahre 1854. Ein Zeugnis der Architekturgeschichte, das zu schade für den Zerfall ist. Ein Verein will sich künftig kümmern.

Um den Erhalt des Koblentzer Mausoleums will sich jetzt ein Verein kümmern.
Marten Um den Erhalt des Koblentzer Mausoleums will sich jetzt ein Verein kümmern.

Im 19. Jahrhundert war es modern, dass sich Adlige ein Mausoleum errichten ließen. Es entstanden oft prachtvolle Bauten, die die Zeit überdauerten. So ist es auch in dem kleinen Dorf Koblentz.

Aber das Koblentzer Gemeindesäckel ist leer. Trotzdem will Bürgermeisterin Ingelore Grygula das Kleinod nicht völlig verkommen lassen. Sie suchte sie Verbündete. Und es fanden sich Geschichtsinteressierte, Einwohner, Künstler und Pfarrer Matthias Bohl, um etwas für das Gebäude und den Park zu tun. Nach einer zweiten Zusammenkunft wurde man sich einig: Ein Verein soll gegründet werden. „An erster Stelle steht dann, den baulichen Zustand am Mausoleum zu verbessern“, meint die Bürgermeisterin. Auch wolle man stets den Charakter des Gebäudes wahren. So sollen hier niemals Diskotheken stattfinden. „Aber kleine klassische Konzerte und Ausstellungen von Künstlern kann ich mir hier sehr gut vorstellen“, sagt die Frau. Auch Trauungen und Taufen ließen sich hier arrangieren.