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Papa, was macht der Bagger da im See?

Auch ein See muss mal saniert werden. Wie das aussieht und funktioniert, kann man jetzt in Strasburg sehen.

Westlich vom Stadtsee werden auf einer Fläche von etwa sechs Hektar mehrere Spülfelder angelegt. Hier sollen sich die Sedimente ablagern.
Fred Lucius Westlich vom Stadtsee werden auf einer Fläche von etwa sechs Hektar mehrere Spülfelder angelegt. Hier sollen sich die Sedimente ablagern.

Jetzt geht es dem Strasburger Stadtsee an den Kragen. Mitarbeiter des Unternehmens Baustoff- und Gewässersanierung Dessau (BSD) haben die ersten Spülfelder angelegt, Rohre verlegt und diese mit dem Saugbagger verbunden. Anders als der Mitte der 70er Jahre auf dem Strasburger See eingesetzte russischen Saugbagger handelt es sich diesmal um ein amerikanisches Modell. Der Bagger hat in den kommenden Wochen gut zu tun. Mit ihm sollen rund 27 000 Kubikmeter Sediment entnommen werden. Dazu wird eine 20 bis 50 Zentimeter starke Schlammschicht entnommen und in die Spülfelder gepumpt. Dort soll sich der Schlamm absetzen. Mit etwa 900 000 Euro ist die Seesanierung das derzeit teuerste Investitionsvorhaben. Die Teilentschlammung kostet rund 363 000 Euro. Gefördert wird das Projekt durch die EU und aus Landesmitteln.