Auszeichnung des Landes:

Pasewalk ist ein Paradies für Senioren

Leben Senioren in Pasewalk besser als anderswo?Die Schweriner Landesregierung jedenfalls meint das. Sie kürte die Stadt zur seniorenfreundlichsten Kommune des Landes. Was zeichnet sie aus?

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Pasewalks Bürgermeisterin Sandra Nachtweih kann es nicht verhehlen: Sie regiert seit Mai eine Stadt, in der rund ein Drittel der
10 470 Einwohner älter als 60 Jahre alt ist. „Dem müssen wir uns stellen“, sagt sie. Glück für das neue Stadtoberhaupt, dass es seit zwei Jahrzehnten in Pasewalk einen rührigen Senioren- und Behindertenbeirat gibt. Und mit Vize-Bürgermeisterin Gudrun Baganz eine Frau, die sich sehr für die ältere Generation einsetzt. Beide Frauen fuhren jetzt mit der stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Renate Kroll in die Landeshauptstadt. Der Grund war ein sehr erfreulicher: In der Kategorie über 8000 Einwohner wurde die Stadt zur seniorenfreundlichsten im Land gekürt. Dafür gab’s von Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) nicht nur eine Urkunde und ein Händeschütteln, sondern auch 2000 Euro.

Was machen die Pasewalker besser als andere Städte? Die Verwaltung ist ständiger Begleiter des Senioren- und Behindertenbeirates, lobt die Ministerin. Besonders erwähnenswert sind für sie die Kummer-Kisten in den Apotheken der Stadt. Dort hinein können Senioren Zettel mit ihren Anregungen und Ideen werfen. „Es gibt zahlreiche Beratungs-, Betreuungs-, Pflege- und Wohnangebote für Senioren“, lobt die Ministerin. In 45 Vereinen und Selbsthilfegruppen der Stadt arbeiten ältere Menschen mit. Für sie werden Verkehrssicherheitstrainings organisiert, Krimi-Cafés. Senioren beschäftigen sich in Kursen mit dem Computer und lernen Keyboard spielen.  Gut fand die Jury, dass bei den jährlichen Stadtrundfahrten jeweils rund 300 Senioren Neues entdecken.

 

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