Erfreuliche Entwicklung:

Pasewalk senkt die Abwasser-Gebühren

Das ist doch eine seltene und vor allem gute Nachricht: In Pasewalk werden sowohl die Gebühren für Niederschlags- als auch für Schmutzwasser gesenkt. Und das, obwohl das Entsorgen des Klär- schlammes teurer wird.

Derzeit sind die Benutzer und Anwohner der Karl-Marx-Straße froh, dass starke Regenfälle ausbleiben. Denn dann stehen Straße und Keller aufgrund maroder Abwasserleitungen unter Wasser. Die Erneuerung kommt irgendwann auf den Eigenbetrieb zu.
Foto: A. Stegemann/Montage: F. Woytaszak Derzeit sind die Benutzer und Anwohner der Karl-Marx-Straße froh, dass starke Regenfälle ausbleiben. Denn dann stehen Straße und Keller aufgrund maroder Abwasserleitungen unter Wasser. Die Erneuerung kommt irgendwann auf den Eigenbetrieb zu.

Heike Tauschke von der in Senftenberg ansässigen Wasserverband Lausitz Betriebsführung GmbH (WAL) war in den vergangenen Wochen ziemlich oft in Pasewalk anzutreffen. Der Anlass der Dienstreisen war ein erfreulicher: Der 2011 neu gegründete Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Pasewalk, den die WAL managt, erhielt den Auftrag, die Gebühren neu zu kalkulieren. Das ist nun passiert. Und Heike Tauschke erklärte vor verschiedenen Gremien, dass sowohl die Niederschlags- als auch die Schmutzwasser-Gebühren gesenkt werden müssen. So etwas ist selten geworden in Zeiten, in denen ansonsten der Bürger nur zur Kasse gebeten wird.

Für sich sprechen die Zahlen: Neben der Fortschreibung der Gebührenkalkulation 2014 bis 2016 erfolgte die Nachkalkulation der letzten fünf Jahre. Die Gegenüberstellung von Gebühreneinnahmen und dem -bedarf ergab, dass ein Überschuss erwirtschaftet wurde. Dieser ist in den nächsten drei Jahren auszugleichen, so will es das Gesetz.

Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres müssen Hausbesitzer also für die Niederschlagswasserbeseitigung 31 Cent je Quadratmeter gebührenpflichtiger Fläche bezahlen. In den Jahren davor waren es zehn Cent mehr. Die zentrale Schmutzwassergebühr beträgt seit dem 1. Januar 2014 2,73 Euro pro Kubikmeter (vorher 2,96 Euro). Ab 1. Januar des nächsten Jahres beträgt die Abholgebühr aus Sammelgruben 2,49 Euro je Kubikmeter, aus Kleinkläranlagen 19,25 Euro je Kubikmeter. Die Reinigungsgebühr für Kleinkläranlagen schlägt mit 32,21 Euro je Kubikmeter zu Buche, für Sammelgruben mit 5,66 Euro.

In den nächsten Jahren müssen sich die Pasewalker aber wieder auf eine Gebührenerhöhung einstellen, sagt Heike Tauschke. Denn im Klärwerk steht die Erneuerung der Nachklärung an. Kostenpunkt: Rund 1,5 Millionen Euro. Da es dafür nach dem jetzigen Stand keine Fördergelder mehr gibt, müssen die Mittel aus Gebühreneinnahmen kommen. Es wird erwartet, dass sich dann ab 2016 die zentrale Schmutzwassergebühr auf voraussichtlich drei Euro einpegeln wird.

 

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