Parteipolitik nicht erwünscht:

Pasewalk untersagt AfD-Vorträge in der Bibliothek

Die AfD wollte für eine Vortragsreihe die Bibliothek in Pasewalk nutzen. Doch die Bürgermeisterin lehnt dies kategorisch ab. Die Begründung dafür akzeptiert die AfD nicht.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Jürgen Strohschein wollte den Vortragsraum der Stadtbibliothek Pasewalk für Vorträge seines wissenschaftlichen Mitarbeiters nutzen. Die Stadt versagte das.
Rainer Marten Der AfD-Landtagsabgeordnete Jürgen Strohschein wollte den Vortragsraum der Stadtbibliothek Pasewalk für Vorträge seines wissenschaftlichen Mitarbeiters nutzen. Die Stadt versagte das.

Jürgen Strohschein, AfD-Landtagsmitglied aus Dargitz, fragte bei der Pasewalker Bürgermeisterin Sandra Nachtweih an, ob er den Vortragsraum in der Stadtbibliothek für Vorträge seines wissenschaftlichen Mitarbeiters, Axel Gerold, nutzen darf.

Grundsatz der Gleichbehandlung

Dies sei nicht möglich, teilte die Bürgermeisterin dem Landtagsmitglied mit. „Parteipolitische Veranstaltungen sind mit dem eigentlichen Anliegen und dem Nutzungszweck einer Bibliothek nicht vereinbar“, hieß es in ihrer Antwort. Außerdem: Wenn die Stadt einer Partei eine Genehmigung erteilt, kann sie die Anträge jeder anderen Partei nicht ablehnen. Alternativ bot sie die Galerie im Kulturforum Historisches U als Veranstaltungsort an.

Axel Gerold sagte, dass die Partei den „kalten, zu großen und unpersönlichen Raum“ nicht nutzen wolle. Der Vortragsraum der Bibliothek sei dagegen bereits vom Demokratieladen Anklam genutzt worden. Personaltechnisch ordne ich die dem rot-rot-grünen Lager zu“, so Gerold.

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