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Pasewalks berühmte Bank beschäftigt auch unsere Leser

Zank um eine Bank in Pasewalk, die am falschen Fleck steht. Das sorgt bei den meisten Lesern für viel Heiterkeit. Andere mahnen die Stadtväter aber auch, das Problem endlich zu lösen.

Angela Michalek mit ihrem Enkel Joel (5) im heimischen Garten.  
Angela Stegemann Angela Michalek mit ihrem Enkel Joel (5) im heimischen Garten.  

Das starke Geschlecht unter unseren Lesern ist sich einig: Die Inhaberinnen des Schönheitssalons sollen sich wegen der Bank vor dem Salonfenster nicht so haben. „Ist doch lustig, wenn man das Getratsche der anderen Leute mit anhören kann – und diese, das nicht einmal wissen“, meint Harro Waschke. Aber er gesteht auch, dass er noch nie auf einer Liege im Kosmetikstudio gelegen hat. Deshalb wahrscheinlich betrachtet die Damenwelt das aus einem ganz anderen Blickwinkel.

In unserer Redaktion meldete sich auch Angela Michalek. Die 47-Jährige ist Kundin im Kosmetiksalon. Eigentlich wollte sie mutig sein, sich auf die Bank setzen und berichten, was sie hinter dem Fenster erlebt hat. Aber da sie krank ist, sitzt sie auf ihrer heimischen Gartenbank und erzählt. „Was in der Zeitung geschildert wurde, habe ich selbst erlebt. Als ich auf der Liege lag, saßen zwei ältere Damen auf der Bank und tauschten sich gerade über ihren Arztbesuch aus. Danach nahm eine Mutter Platz. Sie versuchte, ihr schreiendes Kind zu beruhigen.“

Dieses eine Mal nahm Angela Michalek das mit Humor. Aber als sie nur wenig später an der Bank vorbeiging, saßen dort alkoholisierte Männer. „Hätte ich da gerade auf der Liege gelegen, hätte ich die Behandlung abgebrochen“, ist sich unsere Leserin sicher. Auch wenn sie seit Langem Kundin im Kosmetiksalon ist. Für so eine Kosmetikbehandlung bezahlt man. Da möchte man entspannen.

"Die Stadt muss handeln"

Auch wenn das ganze Hin und Her um das Verrücken einer Bank ein eher lustiges Stadtgespräch ist, Angela Michalek findet: „Man sollte die Sache ernst nehmen.“ Das fordert sie auch von der Stadt. Ihr Argument: Es sind immerhin drei Unternehmerinnen, die dort ansässig sind. Wenn diese aufgrund der Situation ausziehen, dann hat niemand etwas gekonnt – und in der Innenstadt stehen noch mehr Geschäfte leer. Auch wenn die drei Damen es versäumt hätten, gegen die Baupläne Widerspruch einzulegen. Jetzt müsse das Problem gelöst werden. „Vielleicht findet sich ja ein Bauunternehmer, der ihnen hilft“, überlegt Angela Michalek.

Hans Porrey aus Löcknitz würde das Problem ganz anders aus der Welt schaffen: Er würde die Bank einfach losschrauben. Dann wäre sie am nächsten Tag garantiert nicht mehr da. Aber das kann ja auch nicht die Lösung sein.

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