Platzpatenschaften:

Penkuner Sportplatz-Geschäft boomt

Mit einer nicht alltäglichen Idee wirbt der Penkuner Sportverein Rot-Weiß Geld für einen zweiten Sportplatz ein. Der Verein reicht Platzpatenschaften aus. Die Aktion startete unerwartet erfolgreich.

Im Durchgang zum Sportplatz kann jeder sehen, welche Flächen des neuen Sportplatzes über Patenschaften vergeben wurden. Vereinsvorsitzende Anke Wagner ist stolz auf die rund 20 Prozent Fläche, die bereits unter Dach und Fach sind. Die Aktion geht auch in den kommenden Wochen weiter.
Foto: Rainer Marten Im Durchgang zum Sportplatz kann jeder sehen, welche Flächen des neuen Sportplatzes über Patenschaften vergeben wurden. Vereinsvorsitzende Anke Wagner ist stolz auf die rund 20 Prozent Fläche, die bereits unter Dach und Fach sind. Die Aktion geht auch in den kommenden Wochen weiter.

Die ungewöhnliche Aktion des Penkuner Sportvereines Rot-Weiß, mithilfe von Patenschaften einen zweiten Sportplatz zu finanzieren, ist eine Erfolg.

Seit über einem Jahr diskutieren die Sportler, wie sie in den Besitz eines zweiten Rasenplatzes gleich in Nachbarschaft des jetzigen Hauptplatzes kommen können. Einen mehrere Hunderttausend Euro teuren Platz kann sich die Stadt nicht leisten; die ist pleite. Der Verein hat solche Summen schon gar nicht in der Kasse und hofft auf Landesfördermittel. Um die in Anspruch nehmen zu können, muss Rot-Weiß Eigenmittel aufbringen. Manchmal reichen zehn Prozent; gelegentlich wird aber auch mehr abverlangt. „Die Förderung unseres neuen Rasenplatzes werden wir noch in diesem Jahr beim Landessportbund für 2017 beantragen“, sagt die Vereinschefin Anke Wagner. Bis 2017 soll der Eigenanteil des Vereines  zusammen sein – mit Hilfe der Platzpaten.

Als die Idee der Platzpaten ausgesprochen wurde, da gab es Skeptiker, auch die Vorsitzende gehörte dazu. „Als ich vor Monaten von einer möglichen Platzpatenschaft hörte, um Geld einzuspielen, da habe ich – und nicht nur ich – geschmunzelt“, gesteht die Vorsitzende ein. Dann habe man sich mit dem Gedanken angefreundet und ihn publik gemacht. Unter anderem kann jeder alles unter  www.penkuner-sv.de/patenschaft nachlesen.

Seit der Veröffentlichung boomt das Geschäft. Der Verein verkaufte bereits zigmal  vier Quadratmeter Platz für 40 Euro. Im 16-Meter-Raum kosten diese vier Quadratmeter 60 Euro und im Fünf-Meter-Raum 70 Euro. Die Summen sollen bei einer Versteigerung noch getoppt werden: Die Tore, Ecken und die Elf-Meter-Punkte werden spätestens im dritten Quartal angeboten. Wie groß am Ende die Summe ist, die über diese Aktion eingespielt wird, kann Anke Wagner nicht einmal schätzen. „Das ist eine unbekannte Größe, sagt sie. „

Zeitgleich mit der Platzpaten-Aktion haben die Erdarbeiten auf dem künftigen Platz begonnen. Die Firma Röwer tritt hier als Sponsor auf.