Rätsel um Maschinenpistolen gelöst:

Polizei befürchtete Amoklauf

Die Polizei hat jetzt doch erklärt, warum am Wochenende in Pasewalk plötzlich ein Polizist mit Maschinenpistole gesichtet wurde: Die Beamten befürchteten einen Amoklauf. Ein 18-Jähriger hatte Drohungen per Handy verschickt.

Polizisten, die mit Maschinenpistolen bewaffnet sind, sieht man in Pasewalk zum Glück recht selten. Am Wochenende kam es nach einer Amok-Drohung aber zu so einem Fall.
Boris Roessler / NK-Archiv Polizisten, die mit Maschinenpistolen bewaffnet sind, sieht man in Pasewalk zum Glück recht selten. Am Wochenende kam es nach einer Amok-Drohung aber zu so einem Fall.

Das Rätsel um den Polizisten, der am Wochenende mit einer Maschinenpistole in aller Seelenruhe durch Pasewalk schlenderte, ist gelöst. Es habe am Freitag einen Einsatz gegeben, bestätigte Polizeisprecher Axel Falkenberg am Dienstag auf Anfrage. Die Polizei habe damit unverzüglich auf Morddrohungen eines 18-Jährigen reagiert.

Bei dem jungen Mann handelt es sich um einen Schüler der Förderschule in Torgelow. Der hatte, das haben die Ermittler herausgefunden, bereits zuvor massive Probleme an der Schule, war dort auffällig geworden, unter anderem durch aggressives Verhalten anderen gegenüber. Irgendwann erschien es den Zuständigen dann zu gefährlich, den jungen Mann weiter an der Schule zu belassen. Er wurde der Einrichtung verwiesen.

Offenbar aus diesem Grund hat er am vergangenen Donnerstag mit seinem Handy Morddrohungen an Mitschüler und wohl auch an einen Lehrer verschickt. Von „Kugel in den Kopf“ war da die Rede. Die Empfänger der Botschaft haben sich an die Polizei gewandt. Bei den Ordnungshütern ertönten sofort die Alarmglocken, denn das, sagte der Polizeisprecher, sah nach einer Gefährdungslage aus.

„Wir mussten davon ausgehen, dass es ein Amoklauf hätte werden können“, sagte Axel Falkenberg. In so einem Fall ist die Polizei auf das Höchste alarmiert. Sofort nach Bekanntwerden der Drohnachrichten bekam der 18-Jährige Besuch von der Polizei. Die fand keine Schusswaffen bei dem jungen Mann, führte ihn aber dennoch dem Haftrichter vor. Geendet hat die Aktion damit, dass sich der 18-Jährige schließlich freiwillig in die Psychiatrie hat einweisen lassen.

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