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Preisgekrönter Wald macht Rentnerpaar stolz

Das Ehepaar Behrendt liebt die Natur. Auch im Rentenalter zieht es die beiden Tierärzte regelmäßig nach draußen, wo sie sich unter anderem um ihren eigenen Wald kümmern. Und zwar so vorbildlich, dass sie nun eine Auszeichnung bekamen.

Helga und Eberhard Behrendt sind gern in der Natur. Seit beide im Ruhestand sind, kümmern sie sich um ihren eigenen Wald. Und zwar so gut, dass es dafür nun eine Auszeichnung gab.
Denny Kleindienst Helga und Eberhard Behrendt sind gern in der Natur. Seit beide im Ruhestand sind, kümmern sie sich um ihren eigenen Wald. Und zwar so gut, dass es dafür nun eine Auszeichnung gab.

Der Wald ist für alle da. Dieser Meinung sind auch Helga und Eberhard Behrendt. Dem Ehepaar gehört ein 86 Hektar großer Waldbereich am Großen Koblentzer See. Zur Hälfte liegt ihr Besitz im Naturschutzgebiet. „Der Wald ist begehbar“, sagt Helga Behrendt. Von ihr aus soll dort jeder Erholung finden, der sie dort sucht.

1000 Euro für nachhaltige Forstwirtschaft

Die 73-jährige Pasewalkerin ärgert sich darüber, dass privater Waldbesitz häufig negativ wahrgenommen wird. Dabei „macht man das nicht für sich selbst“, sagt sie. Helga Behrendt und ihr Mann Eberhard beschäftigen sich seit 15 Jahren intensiv mit ihrem Wald. Als den Behrendts nun der Preis für „vorbildliche nachhaltige Forstwirtschaft“ verliehen wurde, den das Landes-Umweltministerium in diesem Jahr erstmals vergab, habe sie das schon stolz gemacht, sagt Helga Behrendt.

Neben den Behrendts bekamen noch zwei andere Forstwirtschaften den Preis verliehen, zu dem es jeweils eine Prämie von 1000 Euro gab. Vor allem freut sie, dass mit dem Preis die Arbeit der vielen Besitzer kleinerer Waldstücke einmal anerkannt wird. „Wir stehen stellvertretend für viele Waldbesitzer“, sagt Helga Behrendt.

Vom Preisgeld sollen auf künftige Generationen profitieren

„Die Waldwirtschaft ist ein Generationenvertrag“, sagt Eberhard Behrendt. Sie ernten heute, was zwei Generationen vor ihnen gepflanzt wurde. Und ihre Enkel haben irgendwann den Nutzen ihrer heutigen Arbeit. „Das ist auch ein Anreiz: Man schafft etwas, das bleibt.“ Eberhard Behrendt holt aber nicht nur Holz aus seinem Wald, sondern auch Wild. „Ohne Bejagung ist die Waldwirtschaft nicht möglich“, sagt er. Er scheint auch dabei das richtige Maß zu finden, schließlich wurde die 1000-Euro-Prämie von der privaten „Stiftung Wald und Wild“ gesponsert. Die Hälfte des Geldes haben die Behrendts bereits in neue Bäume investiert. Und der Rest? „Wir gönnen uns schon was“, sagt Helga Behrendt. „Aber das Geld wird im Wald bleiben.“