Gute Nachrichten aus Pasewalk:

Remos hat wieder Wind unter den Flügeln

Es war längere Zeit ruhig um den Flugzeugbauer Remos in Pasewalk-Franzfelde. Doch nach der Insolvenz im Oktober 2014 hat sich das Nachfolge-unternehmen Remos AG mittlerweile hochgerappelt.

Die Remos GXiS ist das neueste Modell des Flugzeugbauers aus Pasewalk-Franzfelde. Ende Mai startete sie zum Erstflug in Pasewalk. Im Hintergrund das Kompetenzzentrum für Flugzeugbau in Franzfelde.
Remos Die Remos GXiS ist das neueste Modell des Flugzeugbauers aus Pasewalk-Franzfelde. Ende Mai startete sie zum Erstflug in Pasewalk. Im Hintergrund das Kompetenzzentrum für Flugzeugbau in Franzfelde.

Christian Majunke startet den Motor. Immer schneller lässt der Ingenieur und Pilot die Rotorblätter der Remos GXiS drehen. "Der Anlassvorgang bei diesem Flieger ist ein Kinderspiel und fast so einfach wie beim Auto.", sagt Majunke, der auch Standortleiter bei der Remos AG in Pasewalk-Franzfelde ist.

Der Flieger GXiS ist die jüngste Generation und das derzeitige Vorzeigemodell des Flugzeugbauers. Die Pasewalker haben ihn auf der diesjährigen Flugmesse Aero in Friedrichshafen vorgestellt. "Sechs Flugzeuge haben wir dort verkauft", zeigt sich Marketing-Chef Patrick Holland-Moritz zufrieden.

Ohnehin läuft es bei dem Flugzeugbauer nach der Insolvenz im Oktober 2014 und der Übernahme durch den Unternehmer Andreas Heeschen recht erfolgreich. Heeschen ist Mehrheitsgesellschafter des Waffenherstellers Heckler & Koch und nun Eigentümer der Remos AG. "Im vergangenen Jahr haben wir 13 Flugzeuge verkauft, in diesem Jahr sind es bereits neun", listet Patrick Holland-Moritz auf.

Weitere Mitarbeiter sollen eingestellt werden

Von einstigen hochfliegenden Verkaufszahlen mit 80 bis 100 Flugzeugen im Jahr will der Marketing-Chef nicht sprechen, aber dass es im Idealfall einmal 50 sein könnten, daran glaubt er schon. Die Zahl der Mitarbeiter von einst 28 während der Insolvenzzeit ist mittlerweile auf 40 gestiegen. Weitere Mitarbeiter sind derzeit zur Probe im Unternehmen. Zehn bis zwölf will Remos noch einstellen, vor allem in der Lackiererei und im Faserverbund-Bereich.

Neben dem europäischen Markt sieht der Pasewalker Flugzeugbauer auch Chance in den USA. Im Juli wird Remos bei der weltgrößten Luftfahrtausstellung für Privatflugzeuge in Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin dabei sein. Gleichzeitig fertigen die Mitarbeiter im Remos-Werk Teile für andere Hersteller.

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