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Riesiges Kauf-Interesse an Pasewalks Bahnhof

Der Pasewalker Bahnhof wird versteigert. Schon über 30 Interessenten haben sich bei der Bahn detaillierte Angaben über das Gebäude besorgt. Werden sie sich gegenseitig hochbieten?

Ende Juni kommt bei der Sommeraktion der Deutschen Grundstücksauktion AG das Empfangsgebäude des Pasewalker Bahnhofes unter den Hammer.
Rainer Marten Ende Juni kommt bei der Sommeraktion der Deutschen Grundstücksauktion AG das Empfangsgebäude des Pasewalker Bahnhofes unter den Hammer.

Im Rathaus in Pasewalk hält sich die Begeisterung in Grenzen: "Wir waren schon betroffen, als die Bahn in Pasewalk den Servicepunkt geschlossen hat. Wir sind es jetzt noch mehr, weil sich die DB Station & Service AG, ein Bahnableger, über eine Versteigerung vom kompletten Empfangsgebäude trennen möchte", brachte Pressesprecherin Ines Umnick den Standpunkt der Stadt zum geplanten Verkauf des Pasewalker Bahnempfangsgebäudes auf den Punkt.

Immerhin sei Pasewalk ein bedeutender Knotenpunkt. Die Strecke in Richtung Stettin werde sogar ausgebaut. Ein Kaufangebot während der Auktion am 24. und 25. Juni in Berlin will die Stadt indes nicht unterbreiten.

"Außergewöhnliches Interesse"

Aktionshaus-Mitarbeiterin Daniela Kladensky teilte mit, dass über 30 Interessenten das ausführliche Exposè mit den detaillierten Angaben zu dem Komplex angefragt hätten. "Für ein Bahngebäude ist das aus unserer Sicht schon ein außergewöhnliches Interesse", sagte sie. Laut Ausschreibung  beträgt das Mindestgebot 25.000 Euro.

Der zur Versteigerung angebotene Komplex hat eine Nutzfläche von 2760 Quadratmetern. Das Grundstück ist etwa 3230 Quadratmeter groß. Das Empfangsgebäude, um 1862 im normannischen Kastellstil errichtet, steht unter Denkmalschutz.