Schandfleck soll verschwinden:

Ruine der Poliklinik Strasburg hat einen neuen Besitzer

Die ehemalige Strasburger Poliklinik lag seit 1992 im Sterben. Ein Abriss scheiterte an den fehlenden Eigenmitteln der Uckermark-Stadt. Jetzt kam es zur Versteigerung, wobei die ursprüngliche Wunschsumme der Gläubiger nur ein Wetterleuchten am Horizont blieb.

Seit 1992 steht die ehemalige Poliklinik gegenüber der Regionalen Schule in Strasburg leer. Versuche zum Abriss schlugen bislang fehl. Nun hat die Ruine einen neuen Besitzer.
Fred Lucius Seit 1992 steht die ehemalige Poliklinik gegenüber der Regionalen Schule in Strasburg leer. Versuche zum Abriss schlugen bislang fehl. Nun hat die Ruine einen neuen Besitzer.

"Ich biete 10 000 Euro", sagte Lutz Zimmermann, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) Strasburg bei der Versteigerung am Anklamer Amtsgericht. In den Zuschauerreihen erhob sich Thomas Klabbers, sagte "damit bin ich raus" und verließ den Saal. Der Inhaber der Prussia Immobilien GmbH (PIG) aus dem Templiner Ortsteil Röddelin hatte zuvor 5001 Euro geboten und wurde mit diesem zweiten Gebot vom Strasburger GWG-Chef erneut überstimmt.

Gläubiger begnügen sich mit der Summe

Der Verkehrswert war zum Versteigerungstermin auf einen Euro festgelegt worden. Ursprünglich wurde für die Poliklinik ein Kaufpreis von 200.000 Euro gefordert, der später auf 50.000 Euro reduziert wurde. Rechtsanwältin Sandra Rubbert, die die Gläubiger des Objektes vertrat, begnügte sich schließlich nach Rücksprache mit den gebotenen 10.000 Euro und beantragte die Zuschlagserteilung für die GWG.

"Wir werden zwei Varianten prüfen – den Rückbau und die Reaktivierung etwa für betreutes Wohnen", so Zimmermann.

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